Evident kindeswohlwidriges OLG-Drama

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Beschluss des OLG-Saarbrücken vom 10.07.2017 - 6 UF 98/15 zur Kindesrückführung

Evident kindeswohlwidrige Juristerei

Drama am Oberlandesgericht?

Nein.Nur Agonie!

Aber.

Was für eine herrlich morbide Sterbephase!

Was für ein Niedergang?

Ach wie hohl ist der Begriff vom Kindeswohl.

Nicht jedoch für Juristen und ihr Geschnatter, wie eine "Kindeswohlwillen"entscheidung in Saarbrücken (Deutschland) eindrucksvoll belegt, eine gerichtliche Maßnahme , sprichwörtlich in letzter Sekunde (das ist der Ironiemodus!), zugunsten der Täterin und ihrem Wohlergehen, nachdem die Gerichtsroben jahrelang mit ihren breiten Gesäßen einzig ihre Kittel bügelten und die staatliche Richterbesoldung abgriffen. 

Mutterwohlsicherung mit dem Kindeswohlbegriff, Täterinnenschutz unter Nutzung des Kindeswohlbegriffs.

Kindeswohl.

Was für ein fantastischer, universell nutzbarer Kunstbegriff aus dem Leben der Gurus der Kindeswohlbewahrer. 

Das Kindeswohl und seine prognostisch-spekulative Gefährdung bilden das staatliche Einfallstor zur Familienzerstörung und der Schaffung des von Familie befreiten Lohnarbeiters.

Kindeswohl.

Tausendmal gehört und von Nichtbetroffenen für zutreffend und weise und richtig gehalten sobald als Experten bezeichnete Deppen sich des Begriffs bedienten.

Es gibt sinnfreie rabulistische Steigerungsstufen. 

Die evident kindeswohlwidrige Erscheinung aufgrund von Umstandsänderungen ist so eine Komparation. Das meinen zumindest einige Richter am OLG in Saarbrücken. Das trifft des Pudels Kern wie die Adjektivsteigerung groß, größer, am größten die von tot, mausetot und ganz verreckt.

Das Lied vom Wohl und Willen des Kindes wird vehement  geträllert von denen den es Einkünfte sichert, von Ideologen, heuchlerischen Richtern, Staatsanwälten und Beamten. Amusisches Kreischen und Grölen verkündet oftmals nicht die einzigen falschen Töne die die Großmäuler der Deutungshoheit und selbsternannte Professionelle über die kindliche Selbstwirksamkeit in den Familiengerichtssälen absondern. Der Kindeswille ist, in Umsetzung mütterlichen Wollens, unbrechbar - bei allen anderen Familienangehörigen ist das (auch rechtskonforme) Wollen frevelhaft und ein Triumph des Willens (mit juristischer Beihilfe) ausgeschlossen.

Die Sängerknaben-und girlies in den Trutzburgen des Familienunrechts, die sich gewohnheitsmäßig für Tenöre und Sopranistinnen halten und stets neue Strophen des Kindeswohlwillens-Chorals fabrizieren um ihre schrägen Melodeien und verlogenen Inhalte rabulistischer Texte in der Spitze der Charts parasitärer Einnahmequelle zu sichern, tragen schwarze oder rote Kittel, die Arbeitsmäntel einer Berufskaste deren scheußliche Leinenfarbe eher für die Hals-und Blutgerichtsbarkeit, die Pandemie der Beulenpest oder für die Farbe eines verwesenden Leichnams steht denn für Wertschätzung, Rechtschaffenheit, Integrität und Anständigkeit, wie sie die Advokaten-und richterzunft für sich einfordert.

Der Spruch von den Bratenwendern der Gesetze erscheint obsolet, weil heutigentags im Familienrecht bundesweit Willkür der Judikative in Gestalt selbstherrlicher, sakrosankter Richter und ihrer willigen, devoten Sachverständigen mit lebensferner Weltsicht vorherrscht und das Kind, incl. sein vorgebliches Wohl, als nachwachsendes Humankapital eine stetig anwachsende Schar "seiner Helfer" finanzieren, nähren und mästen muss. Ohne demokratische Legitimation befinden sich über das Gesetz stellende Paragrafeninterpreten, dem Gewaltenteilungsprinzip eines demokratischen Rechtsstaates zuwider, nach individueller Lust und Dummheit über das Schicksal von Kindern.

Fachlich unqualifiziert und meist sachkundefrei orakeln Richter was das Kindeswohl sei. Knochenwerfen, Kartenlegen, Würfeln und Kaffeesatzlesen gehören offiziell nicht zu den Maßnahmen richterlichen Amtsermittlung. Sie wurden durch Vorurteile, der Ideologie des Mutterkultes, der Richterdiktatur und der zeitgemäßen Männerdiskriminierung ersetzt. Für Kinder und ihre Väter bringt das niederschmetterndere Ergebnisse als jede Pechsträhne im Glücksspiel.

Kindeswohl ist heute dies,

Kindeswohl ist morgen das

und stets mit Mutter Boni "verziert", wie es gerade beliebt und der aktuellen Gemütslage der Kittelträger und dem herrschenden (Gender) Mainstream der Familienzerstörung entspricht.

Eine rabulistische Spitzenleistung, die unter dem Wohl von Kindern die Sanktionslosigkeit gegenüber der Entfremdungstäterin und Kindesmissbraucherin und die nachträgliche juristische Billigung des starken rechtswidrigen Willens und des vorsätzlichen, rechtbrechenden Handelns der Mutter versteht, bietet der dargestellte Fall des OLG Saarbrücken dessen Fazit wie folgt lautet:

"Die Vollstreckung aus der Rückführungsentscheidung ist zu versagen, wenn sich die bestehenden Umstände nachträglich in einem Ausmaß geändert haben, das diese Vollstreckung als evident kindeswohlwidrig erscheinen lässt."

Tja. Die Umstände, auch die die sich zeitlich ändern, sind immer gegeben - bedauerlicherweise ebenso eine archaisch rückwärtsgewandte Justiz, deren oberste Maxime eine Rechtspraxis der Apartheid, der Trennung der Kinder von ihren Vätern ist.

Wer mag wohl verantwortlich sein für das OLG-Drama in Saarbrücken (und all das andere, durch Kinderbeschützer verursachte Elend, tagtäglich, anderswo und überall in Deutschland)? Ist es nicht vielmehr so, dass eine Flut von "Einzelfällen", die Majorität familiengerichtlicher Entscheidungen zu Lasten von Vätern getroffen werden?

Wo sind die Interessen der Kinder (nicht nur im vorliegend betrachteten Fall) verschollen und was mögen unsere Sprösslinge für ihr Leben lernen und mitnehmen bei der flächendeckenden, juristisch unterstützten Entehrung der Eltern?

Unrecht lohnt! (nach Geschlecht)

Sicher!

...und was und wo wäre das Kindeswohl bei einer Entführung des ehemaligen Ehesegens durch den leiblichen Erzeuger, was wäre geschehen wenn der Vater mit den Kindern in die amerikanische Heimat "zurückgesiedelt" wäre?

Vor hiesige Familienrichter sind unsere Kinder zu schützen!

Der verantwortungsbewusste, liebevolle, moralisch integere, redlich und rechtskonform handelnde Vater ist für die Jurisprudenzler der Störenfried und Querulant, den es kostenintensiv zu entsorgen gilt.

Warum soll sich ein Vater rechtskonform verhalten wenn die Wächter und Apologeten des Rechts sich dieses in dünkelhafter Gutsherrenmanier wohlfeil zurechtbiegen? 

Wenn ich Fälle wie diesen zur Kenntnis nehme, obwohl sie meist einseitig und boulevardmässig geschönt dargestellt werden mit der üblichen Priese Lobhudelei auf den Rechtsstaat und seine juristische "Elite", die aufopferungsvoll, fehlerfrei, couragiert und mit Empathie wirkt, dann erahne ich wie schwer es wird die big five - Forderungen der Väterrechtler gegen das Kartell der demagogischen Lügner, feige kneifenden Wendehalspolitiker und Agitpropjuristen und der emsig frevelhaft agierenden Mütterwohllobby durch- und umzusetzen und die Praxis der Sorgerechtapartheid in der Mitte Europas zu beenden, weil es sich für Kreidekreismütter und die Helferindustrie schlicht nicht lohnt den Besitz des Renditeobjekts Kind in Frage stellen zu lassen.Der Kindeswohlbegriff wirkt zuvörderst als monetärer.

Wofür brauchen wir und unsere Kinder Richter wie in Saarbrücken?

Wer fanatisch den Kindeswillen anbetet kann ebenso gut als Pfaffe fromme Wünsche äußern, die schwarze Kittelfarbe eint im irrigen Glauben, wonach sich Elternkonflikte von allein und im Selbstlauf lösen.

Wieso werden also teure Richter zur Lösung von Familienkonflikten benötigt statt sie dem Jobcenter zur Vermittlung guter Arbeit zu Verfügung stellen? 

Um die zigste Kindeswohlinterpretation zu lesen? Wohl kaum!

Ohne juristische Schnörkel brachte es Marc Fengel in der Bayerischen Staatszeitung in seinem Kommentar zum Artikel "Der nervige Zoff ums Kind" auf den Punkt:

"Ich vermeide hier den Begriff Kindeswohl absichtlich, da dieser Begriff der reine Inbegriff der Kindesmisshandlung des Staates zum Wohle der Mütter ist."

Der Artikel, der von der neuen Regierung ein Ende der Diskriminierung von Vätern fordert, ist lesenswert.

Die Kommentare sind lesenswerter...

 

Gert Bollmann

Sorgerechtapartheid.de 

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Personen in dieser Konversation

  • Gast - Gerald E.

    Melden

    mit Rücksicht auf die Kinder läßt sich eine solche Entscheidung juristisch vertreten.
    Fraglich bleibt, ob nicht bei gehöriger Einwirkung auf die rechtswidrig handelnde Mutter (Entziehung Minderjähriger, § 235 StGB, ist ein Dauerdelikt!) der Kindeswille „abänderbar“ ist.
    Sowas funktioniert am Besten in Abwesenheit einer ohnmächtigen Justiz außerhalb der Rechtsordnung!
    Wären es meine Kinder, dann wüßte ich der Mutter ein Angebot zu machen, dass sie nicht ablehnen kann …

   
© ALLROUNDER

Bolles Newsflash


Es kann auch prägnant, einfach, kurz und verständlich formuliert werden.

Hier zum Nachlesen die Big Five der vom Väter-Netzwerk.de an die künftige Regierungskoalition gerichteten Forderungen:

1 Wechselmodell zum Regelfall erklären

2 Konsequente Durchsetzung des Umgangsrechts

3 Gemeinsames Sorgerecht ab Geburt

4 Qualitätsstandards im Familienrecht

5 Mediation vor kindschaftsrechtlichen Verfahren

Eine Reihenfolge der Postulate erscheint mir nicht zwingend vorgegeben, u.a. weil eine (vernünftige) Mediation die Gleichheit der Eltern vor dem Gesetz, dem Mediator, den Jugendamtlern, den Richtern und den sonstigen Familienkonfliktlösern erfordert.

Zuvörderst gilt:

Weg mit der Sorgerechtapartheid  !

Gemeinsames Sorgerecht von Anbeginn und ohne Wenn und Aber ist nicht alles.

Aber ohne Gleichheit der Eltern durch gemeinsame Obsorge ist alles nichts.

 

 

scheint ein im Familienrecht notwendiger Hinweis zu sein, so wie einst als es noch wenige private Telefonanschlüsse gab und diese Aufforderung, oft ergänzt durch den Hinweis  Nimm Rücksicht auf Wartende, Münzfernsprecher zierte, weil kein Zeittakt für Ortsgespräche galt.

Wer das zweifelhafte Glück hat Gegenstand eines familienpsychologischen Gutachtens zu sein wird den Spruch Fasse dich kurz mit dem Hinweis Denk an die die das Lesen müssen verbinden.

Kein Richter liest hundert Seiten gequirlte Klugheit geldheischender Scharlatane mit dubiosen Psycho-und anderen Titeln, obwohl er die Sülze in Auftrag gab.

Dem sogenannten Kindeswohl sind diese narrativen Elaborate, die auf Spekulationspsychologie, Ideologie und Einteilung der Eltern in gut und schlecht beruhen, abträglich, weil sie einen Zustand beschreiben wie er war und die Lösung des Familienkonflikts allein aufgrund des Zeitverlustes durch die Papiererstellung des Gutachtens verhindern.

Es wird viel geschrieben im deutschen Familienrecht.

Gewiß ist manch Gutes, Durchdachtes, Fundiertes, Schlaues dabei und es werden viele Buchstaben dauerhaft in Papier "gegossen".

Wer schreibt bleibt?

In familiengerichtliche Verfahren betreffend den Umgang und die gemeinsame elterliche Obsorge vom Gericht bestellte "Sachverständige" als Gutachter erwecken mit dem Beschreiben von Papier den Eindruck eines sinnhaften Tuns.

Für die Lösung des Elternkonflikts ist diese Tätigkeit sinnfrei.

Die Fragen bleiben indes.

Wer liest das Niedergeschriebene und was ändern viele Worte und Worthülsen die mit ihrem Papier vergrauen?

Nun hat der größte deutsche Väterverein, eine Interessengemeinschaft die sich als Aufbruch für Kinder versteht, eine Stellungnahme zum Evalationsbericht der Bundesregierung zum Mediationsgesetz von 2012 veröffentlicht.

Neun Seiten Umfang und als PDF herunterzuladen.

Eine Fleißarbeit, etwas Hirn, viel Altbekanntes und fromme Wünsche sowie für den der sich durch das Schriftstück gequält hat ein Fazit:

" Wir würden eine Ausweitung der Mediation im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen.

...

Wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen und Ideen in den angekündigten Diskussionsprozess mit einzubringen."

Nun kann zunächst dahingestellt bleiben mit wen und mit welcher Regierung, mit dem Justizministerium oder dem Superministerium für alle außer Väter, der Väteraufbruch reden will und was gar das Ziel sein könnte.

Geredet wurde oft, nur nie auf gleicher Augen-, Lobby- oder Ideologieebene, quasi genau so wie im Familiengerichtssaal.

Eine VAFK-Stellungnahme zu einem Gesetz das sich, wie die halbgare Sorgerechtsreform vom Mai 2013 u.a. rabulistische Kuriositäten und politische Kabinettstückchen made in germany, kurz und knapp als weiterer familienpolitischer Flop bezeichnen lässt, ist populistisch und überflüssig.

Kluger Schein vermag auch beim Väteraufbruch das Wesen nicht dauerhaft zu übertünchen, weil Nutzen oder Erfolge familiärer Konfliktlösungen durch Mediation so wissenschaftlich belegt sind wie das neuzeitliche Gender Mainstreaming, so unbestimmt wie der juristische Kunstbegriff vom Kindeswohl.

Im Familienrecht wird durchwegs gegaukelt, doch statt die Interessen von Vätern zu vertreten werden diese von ihrem größten bundesweiten Verein mit Trugbildern von  Engagement hinters Licht geführt, vertröstet auf eine Zeit in der die Kindheit und Jugend ihrer entfremdeten Kinder Vergangenheit ist. 

Ein weiterer Ausbau der parasitären Helferindustrie und ein Anbiedern bei Mutterkultlern ist sicher nicht der Weg um das jahrzehntelange Familienunrecht und die staatlich geförderte Familienzerstörung zu beenden und die Praxis der Sorgerechtapartheid  und die Ungleichbehandlung der Eltern endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen.

"Wir würden eine Ausweitung des Wirkens der Helferindustrie im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen?"

 

 

Der tragische Fall von Martin Sprinzl findet seine juristische "Aufarbeitung" und zynischen Abschluss.

http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/buxtehude/panorama/sind-vaeter-bei-sorgerechtsstreitigkeiten-vor-gericht-menschen-zweiter-klasse-d98368.html

Zitiert:

"...alle gegen meinen Sohn erhobenen Vorwürfe (sind) haltlos ", sagt der Vater des Toten."Für Martin kam das zu spät."

Ein Verfahren, dass der Vater gegen die Richterin angestrengt habe, sei eingestellt worden.

Eine Erklärung dazu kann das Buxtehuder Gericht nicht abgeben.

Amtsgerichtsdirektor Dr. Norbert Aping, der selbst Familienrichter ist.

"Diese Fälle sind nicht-öffentlich  und daher kann ich mich dazu nicht äußern."

Er betont, dass einzig das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehe..."

Ach so!

Der Suizid des Vaters war nicht öffentlich.

Wenn der Tod des Vaters denn dem Kindeswohl dient ?!

 

"Der Gesetzgeber  hat das Kindeswohl in die Hände von Stümpern und Dilettanten gelegt:

Familiengerichte, Jugendämter und eine nur an Profit orientierte parasitäre Helferindustrie.

Redliche Väter werden von ihnen ausgegrenzt,  finanziell ruiniert und kriminalisiert. Zum "Wohle" des Kindes.

Wer Elternteile entsorgt ist Teil des Problems",meinte Gerald Emmermann bereits vor Jahren.

 

Wer sich seiner Verantwortung als Familienrichter mit rabulistischen  Phrasen entzieht ebenso, meint Papa Bolle.😈

 

 
Freitag war´s.
Auf dem Programm stand Renovierung.
Der Umgang mit Farbe, Pinsel und Farbroller am Stiel gehört nicht zu meinem täglichen Brot.
Die Sonne hatte sich bereits verabschiedet als ich endlich die wacklige Leiter gegen den bequemen Fernsehsessel eintauschen konnte.
Ich war fertig, k.o.  und froh.
Die Lohnzahlung bestand aus Nackenschmerzen.
Einen Bonus gab es auch.
Gut gekühltes Schwarzbier stand parat.

"Mister Glotzkowsky" lief sich warm.
Freitagabend und Fernsehen?
Heute war meine Frau die Herrin der Fernbedienung.
Bei Arte beendete sie ihr Zapping.

"Ich werde nicht schweigen" hieß der Fernsehfilm mit dem der Sender in die Primetime startete.

"Typischer Rosamunde-Frauen-Film" brubbelte ich und griff nach dem Laptop.
Ich halte mich für multitaskingfähig - zumindest beim sogenannten Wohlfühlfernsehen mit schönen bunten Bildern bei geringer Handlung.
Die Zeit mit Schwarzbier und Freitagabendfilm konnte ich zusätzlich für die Arbeit an meiner Homepage sorgerechtapartheid.de nutzen.

Wie der Film liegt auch der Focus meiner Website auf deutsche Geschehnisse der Nachkriegszeit.
Nun sind zwar die Jahre 1948/49 in Oldenburg nicht so leicht mit den Berlinern von 2003 bis 2017 zu vergleichen, doch staatliches Unrecht offenbart erstaunlich viele Parallelen.
Obwohl das Historienspiel und die gute schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin zunehmend meinen Blick vom Laptop zum Fernseher umleitete, muss ich wohl doch mehrfach, die für mich körperlich ungewohnte Malerei, das Schwingen von Pinsel, Rolle und Bürste, forderte seinen Tribut, in den Sekundenschlaf abgedriftet sein.

Gegen drei viertel Zehn blinzelte ich verschnarcht, sah die letzte Filmeinstellung und las die sich nach oben verschiebende Schrift:

"Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg und seine Abteilung für Familiensachen galt lange als "saubere", rechtstaatliche Einrichtung.

Erst 2067 kam durch die historische Aufarbeitung die Wahrheit ans Licht.

Am Familiengericht wurde Apartheit, die Trennung der Kinder von ihren Vätern, betrieben.

Mangelnde Qualifikation,  ideologische Willkür, brutale Gewalt und manifeste Verletzung von Artikel 1 GG ließ unzählige Kinder  das Trauma des Vaterverlustes erleiden. Eine unbekannte Zahl von Menschen fanden den finanziellen Ruin, erkrankten an seelischen Leiden und gingen in den Tod.

Richter und die Vertreter der Helferindustrie wurden nie für ihre Verbrechen belangt.

Seit 2070 erinnert eine Gedenkstätte an die grausamen Vorfälle...."

Hä ?!
2070.
Der Bildschirm des Laptops blieb dunkel.
Nun war ich doch etwas verdutzt.
2070 - ein Nachkiegsfilm?
Von jetzt auf gleich war ich putzmunter
Das Ende des Arte-Dramas sah gewiss anders aus.
Mich schien nur ein Traum gepackt und genarrt zu haben, aber "Ich werde nicht schweigen" ist ein guter Ansatz (nicht nur als Frauenfilm) gegen die Verdrängung staatlichen Unrechts, gegen die allgegenwärtige Apartheitpraxis der Familiengerichtsbarkeit  im Auftrag der systematischen Familienzerstörer, oder?!

Gegen die Eigenlobhudelei der Täter und Täterinnen hilft kein Schweigen.