verbrechenskriminelle Willkür oder kindeswohlschädliche Rechtsunkenntnis

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Trotzdem sind viele (zu viele!) sorge- und umgangsrechtliche Entscheidungen das Ergebnis defizitären juristischen Sachverstandes und  femokratischer Borniertheit. Einer Borniertheit, die nicht Willens oder nicht in der Lage zu sein scheint, Mütterinteressen von Kindeswohl zu unterscheiden.


Dieses Konglomerat aus Dummheit und Anmaßung ist verantwortlich dafür, dass redliche Väter keinen Kontakt, kein Sorgerecht und keine Auskünfte über ihre Kinder erhalten.

Bei verbrechenskrimineller Willkür oder kindeswohlfeindlicher Rechtsunkenntnis hilft auch kein Art. 6 Abs. 2 GG.

Willkür oder Rechtsunkenntnis sind aber ausschließlich die Alternativen, die für richterliches Unvermögen in Frage kommen.

Menschen machen Fehler. Das wird selbstverständlich eingeräumt. 
Fraglich ist aber jedenfalls, wie man solche Fehler dann bewerten muss, wenn seine Verursacher nicht Willens sind, sie zu beheben oder daraus zu lernen (was wir Väter in familienrechtlichen Beschwerdeverfahren ja nicht selten erleben).


Da wird von Ihren Kolleginnen und Kollegen z.Bsp. der Regelungsgehalt von Anspruchsgrundlagen verkannt und darauf hin Verfahrenskostenhilfe zu gewähren verweigert.

Auch die Voraussetzungen der Verfahrenskostenhilfe selbst werden rechtlich falsch bewertet.

Im VKH-Verfahren wird gesetzeswidrig eine Kostenentscheidung erlassen.

Es wird -expressiv verbis- nicht zwischen einer familienrechtlichen Anhörung eines 13-jährigen Kindes und seiner von der Kindsmutter beantragten "Vernehmung" als Zeuge unterschieden. Dazu schreibt eine junge Familienrichterin des Amtsgerichtes Tecklenburg: "Wenig verständlich ist auch, dass sich der Antragsteller über einen angebotenen Zeugenbeweis durch Vernehmung der Tochter echauffiert, gleichzeitig aber wiederholt die Anhörung der Tochter in diesem Verfahren einfordert. Belastend für das Kind dürften beide Anhörungen gleichermaßen sein."

Sollte diese -wenn auch junge und unerfahrene- Richterin wirklich den Unterschied zwischen einer familienrechtlichen Kindesanhörung zu einer Vernehmung eines 13-jährigen Kindes als von der Antragsgegnerin (Mutter) benannten Zeugen nicht kennen? Wie schützt man ein Kind vor solchen Richter/innen,  die eine Kindesanhörung mit einer Zeugenvernehmung gleichsetzen?

Die Fehler werden -obwohl im Beschwerdeverfahren gerügt- nicht korrigiert, sondern dem Oberlandesgericht zur Entscheidung vorgelegt, dass den Beschluss richtigerweise aufhebt.

In dem dann aufgrund des Verfahrens erlassenen Beschluss, häufen sich weitere Fehler - bis hin zu einer falschen Rechtsbehelfsbelehrung, die unzulässig auf das Erfordernis eines Rechtsanwaltes hinweist, obwohl in selbständigen Familienstreitsachen kein Anwaltszwang besteht.

 

Das alles geschieht in einem einzigen Umgangrechtsverfahren.
Und das alles belastet den antragstellenden Vater!
Und natürlich insbesondere das Kindeswohl, deswegen, weil durch eine solche Verfahrensführung verursachte Verzögerungen einer schnellen und lautlosen Abwicklung diametral entgegen stehen.

Nach solchen Vorkommnissen bleibt für die Beantwortung der Frage nach Willkür oder Rechtsunkenntnis nicht mehr viel Spielraum:
Wer die Grenzen von 'Dummheit' bewußt überschreitet, handelt willkürlich.
Willkür ist als Rechtsbeugung gem. § 339 StGB strafbar. Die Strafandrohung qualifiziert den Täter zu einem Verbrecher dann, wenn wie im Falles des § 339 StGB, im Mindesmaß eine Freiheitsstrafe von einem Jahr vorgesehen ist.

Nach Allem erlaube ich mir deswegen noch einmal die Frage:
Verbrechenskriminelle Willkür oder kindeswohlfeindliche Rechtsunkenntnis?

oder

Wie dumm müssen Familienerichter überhaupt sein, um unter Hinweis darauf verbrechenskriminelle Willkür exculpieren und/ oder rechtfertigen zu können?

 

Gerald Emmermann, Dipl.-Jur.

(und damit Sie sich nicht kollektiv beleidigt fühlen müssen, betone ich abschließend die Grundsätzlichkeit dieses Appels)

 

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Personen in dieser Konversation

  • Gast - Holger A.

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    “Denen haben sie wohl ins Gehirn geschissen!”

  • Ob dieser Brief verstanden wird ist fraglich. Die Dummheit der Familienrichter scheint Grenzenlos zu sein. Es sind doch nur Kinder die darunter leiden müssen.

  • .. sagte der Richter zum Staatsanwalt, als Letzterer einer angebotenen Verfahrenseinstellung nicht zustimmen wollte: http://goo.gl/NffqQ9

  • Richter haben zwei Staatsexamen (1. Referendarexamen, 2. Assessorexamen) mit Bravour bestanden. Man muss wissen, dass Juristen "in den Keller zensieren". Ohne Fleiß ist da nichts zu machen. Und weil es in der Regel um sehr komplexe Vorgänge geht, die rechtlich zu bewerten sind, darf man auch eine überdurchschnittliche Intelligenz unterstellen.
    Wer als Richter dennoch Fehler der oben beschriebenen Art macht, muss sich schon für dumm verkaufen lassen, um sich einer vorsätzlichen (bedingter Vorsatz genügt für § 339 StGB) Rechtsbeugung entziehen zu können. Das Problem bei diesem Verbrechen ist, dass die ihm zugrunde liegende Rechtsverletzung von 'erheblicher' Art sein muss. Das wird unter Kollegen verständlicherweise gerne herunter gespielt. Bedenkt man, dass es in Sorge- und Umgangsangelegenheiten um ein sehr hohes Rechtsgut, nämlich dem Kindeswohl geht, bedarf es schon einer ordentlichen Portion an Frechdreistigkeit, leichtfertig Väter zu entsorgen und Kinder zu diskriminieren.

  • Die Gerichtsbarkeit hat sich im Familienrecht auf einfache Rechtsregeln eingestellt, wenn es zwischen den Eltern erhebliche Streitigkeiten gibt. Wenn die Kindesmutter eben nicht will, dass der Vater seine Kinder jemals wieder sehen darf, dann wird das so vor dem Familiengericht entschieden. Kindesmütter haben vor Gericht immer Recht, Väter sind eben immer nur die Zahlesel. Sie haben keine Rechte sondern nur Pflichten. Das Unrechts-System ist einfach durchschaubar, im Zweifel wird der Kindesmutter immer Recht zugesprochen.

    Auch in anderen Fällen wie z.B. Kachelmann oder Mollath kann man das sehr schön nachvollziehen. So wurde z.B. die Schadenersatzklage von Herrn Kachelmann einfach abgewiesen, weil die Schuld der Falschbeschuldigerin nach Ansicht der Herren Richter nicht nachweisbar war. Einer Falschbeschuldigerin wird auch dann noch geglaubt, wenn einige Gutachter schon Zweifel haben. Dem Grunde nach kann ein Richter urteilen wie er will, es interessiert ihn nicht einmal, wenn er Unrecht tut. Vermutlich sind die ganzen Juristen nur darauf aus, die falschen zu verurteilen. Die Wahrheit will niemand hören. :)

  • Gäb´ es eine hall of fame die die im Kampf gegen die staatlich festgelegte und organisierte deutsche Apartheid der Vater-Kind-Trennung Stehenden ehrt, hätte Väterwiderstand und der offene Brief an die deutsche Familiengerichtsbarkeit vom 27.Juni 2014 in ihr einen festen Platz.

    Doch eine solche Ruhmeshalle wird von uns, die wir uns als die Guten (Väter) betrachten, nicht angestrebt.
    Uns geht es nicht um trashige Phrasen selbstgefälliger Rabulistiker des Advokatentums sondern um unsere Kinder und das Vatersein.
    Wir wissen, dass wir den (meisten) Familienrichterinnen und ihrer Helfer(richtiger: Komplizen-)industrie über sind.
    Die der Kaste der Richter bescheinigte überdurchschnittliche Intelligenz (aufgrund ihrer Ausbildung) geht nicht einher mit Philanthropismus, Empathie und allgemein normativer menschlicher Moral. Warum dieser Personenkreis seine Sozialisierung verleugnet sobald er Macht ausüben darf ist ein Phänomen.
    Ob als Teamfähigkeit oder als Anpassung zur Sicherung der Karriere bezeichnet, von deutschen (auch der nachrückenden,quotierten Generation) Familienrichterinnen sind Tricksereien und die Schaffung von Wortungetümen zu erwarten - nicht jedoch ein Handeln oder Einsatz für Kinder, denen sie nicht selbst Mutter sind.
    Mir ist zudem nicht bekannt, dass Menschen, die ihr Leben der Auslegung von Paragraphen gewidmet haben, besondere Leistungen bei der Entwicklung einer Gesellschaft vollbracht hätten.Sie waren stets Büttel der Herrschenden.
    Deshalb bin ich skeptisch, dass der offene Brief seine eigentlichen Adressaten erreicht und, sei es auch nur im Ansatz, ein Umdenken und einen überfälligen Paradigmenwechsel einleitet.
    Es ist nicht ausgeschlossen,dass ein weiteres Mal "Perlen vor die Säue geworfen werden".

    Dennoch ist ein offener Brief ein geeignetes Mittel um die Richterschaft (nach Möglichkeit auch unter konkreter Nennung der Namen der Täterinnen und Täter) mit kontroversen Aussagen, gebrochenen Versprechen und Unwahrheiten und dem Schicksal der von ihnen entfremdeten Kinder zu konfrontieren. Denn davon gibt es in der deutschen Familiengerichtsbarkeit en masse.
    Was nützt der "Mut" eines bereits pensionierten Richters der die Schweinereien seiner Kollegen brandmarkt?

    Gert Bollmann
    http://sorgerechtapartheid.de/start.html

   
© ALLROUNDER

Bolles Newsflash


Es kann auch prägnant, einfach, kurz und verständlich formuliert werden.

Hier zum Nachlesen die Big Five der vom Väter-Netzwerk.de an die künftige Regierungskoalition gerichteten Forderungen:

1 Wechselmodell zum Regelfall erklären

2 Konsequente Durchsetzung des Umgangsrechts

3 Gemeinsames Sorgerecht ab Geburt

4 Qualitätsstandards im Familienrecht

5 Mediation vor kindschaftsrechtlichen Verfahren

Eine Reihenfolge der Postulate erscheint mir nicht zwingend vorgegeben, u.a. weil eine (vernünftige) Mediation die Gleichheit der Eltern vor dem Gesetz, dem Mediator, den Jugendamtlern, den Richtern und den sonstigen Familienkonfliktlösern erfordert.

Zuvörderst gilt:

Weg mit der Sorgerechtapartheid  !

Gemeinsames Sorgerecht von Anbeginn und ohne Wenn und Aber ist nicht alles.

Aber ohne Gleichheit der Eltern durch gemeinsame Obsorge ist alles nichts.

 

 

scheint ein im Familienrecht notwendiger Hinweis zu sein, so wie einst als es noch wenige private Telefonanschlüsse gab und diese Aufforderung, oft ergänzt durch den Hinweis  Nimm Rücksicht auf Wartende, Münzfernsprecher zierte, weil kein Zeittakt für Ortsgespräche galt.

Wer das zweifelhafte Glück hat Gegenstand eines familienpsychologischen Gutachtens zu sein wird den Spruch Fasse dich kurz mit dem Hinweis Denk an die die das Lesen müssen verbinden.

Kein Richter liest hundert Seiten gequirlte Klugheit geldheischender Scharlatane mit dubiosen Psycho-und anderen Titeln, obwohl er die Sülze in Auftrag gab.

Dem sogenannten Kindeswohl sind diese narrativen Elaborate, die auf Spekulationspsychologie, Ideologie und Einteilung der Eltern in gut und schlecht beruhen, abträglich, weil sie einen Zustand beschreiben wie er war und die Lösung des Familienkonflikts allein aufgrund des Zeitverlustes durch die Papiererstellung des Gutachtens verhindern.

Es wird viel geschrieben im deutschen Familienrecht.

Gewiß ist manch Gutes, Durchdachtes, Fundiertes, Schlaues dabei und es werden viele Buchstaben dauerhaft in Papier "gegossen".

Wer schreibt bleibt?

In familiengerichtliche Verfahren betreffend den Umgang und die gemeinsame elterliche Obsorge vom Gericht bestellte "Sachverständige" als Gutachter erwecken mit dem Beschreiben von Papier den Eindruck eines sinnhaften Tuns.

Für die Lösung des Elternkonflikts ist diese Tätigkeit sinnfrei.

Die Fragen bleiben indes.

Wer liest das Niedergeschriebene und was ändern viele Worte und Worthülsen die mit ihrem Papier vergrauen?

Nun hat der größte deutsche Väterverein, eine Interessengemeinschaft die sich als Aufbruch für Kinder versteht, eine Stellungnahme zum Evalationsbericht der Bundesregierung zum Mediationsgesetz von 2012 veröffentlicht.

Neun Seiten Umfang und als PDF herunterzuladen.

Eine Fleißarbeit, etwas Hirn, viel Altbekanntes und fromme Wünsche sowie für den der sich durch das Schriftstück gequält hat ein Fazit:

" Wir würden eine Ausweitung der Mediation im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen.

...

Wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen und Ideen in den angekündigten Diskussionsprozess mit einzubringen."

Nun kann zunächst dahingestellt bleiben mit wen und mit welcher Regierung, mit dem Justizministerium oder dem Superministerium für alle außer Väter, der Väteraufbruch reden will und was gar das Ziel sein könnte.

Geredet wurde oft, nur nie auf gleicher Augen-, Lobby- oder Ideologieebene, quasi genau so wie im Familiengerichtssaal.

Eine VAFK-Stellungnahme zu einem Gesetz das sich, wie die halbgare Sorgerechtsreform vom Mai 2013 u.a. rabulistische Kuriositäten und politische Kabinettstückchen made in germany, kurz und knapp als weiterer familienpolitischer Flop bezeichnen lässt, ist populistisch und überflüssig.

Kluger Schein vermag auch beim Väteraufbruch das Wesen nicht dauerhaft zu übertünchen, weil Nutzen oder Erfolge familiärer Konfliktlösungen durch Mediation so wissenschaftlich belegt sind wie das neuzeitliche Gender Mainstreaming, so unbestimmt wie der juristische Kunstbegriff vom Kindeswohl.

Im Familienrecht wird durchwegs gegaukelt, doch statt die Interessen von Vätern zu vertreten werden diese von ihrem größten bundesweiten Verein mit Trugbildern von  Engagement hinters Licht geführt, vertröstet auf eine Zeit in der die Kindheit und Jugend ihrer entfremdeten Kinder Vergangenheit ist. 

Ein weiterer Ausbau der parasitären Helferindustrie und ein Anbiedern bei Mutterkultlern ist sicher nicht der Weg um das jahrzehntelange Familienunrecht und die staatlich geförderte Familienzerstörung zu beenden und die Praxis der Sorgerechtapartheid  und die Ungleichbehandlung der Eltern endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen.

"Wir würden eine Ausweitung des Wirkens der Helferindustrie im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen?"

 

 

Der tragische Fall von Martin Sprinzl findet seine juristische "Aufarbeitung" und zynischen Abschluss.

http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/buxtehude/panorama/sind-vaeter-bei-sorgerechtsstreitigkeiten-vor-gericht-menschen-zweiter-klasse-d98368.html

Zitiert:

"...alle gegen meinen Sohn erhobenen Vorwürfe (sind) haltlos ", sagt der Vater des Toten."Für Martin kam das zu spät."

Ein Verfahren, dass der Vater gegen die Richterin angestrengt habe, sei eingestellt worden.

Eine Erklärung dazu kann das Buxtehuder Gericht nicht abgeben.

Amtsgerichtsdirektor Dr. Norbert Aping, der selbst Familienrichter ist.

"Diese Fälle sind nicht-öffentlich  und daher kann ich mich dazu nicht äußern."

Er betont, dass einzig das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehe..."

Ach so!

Der Suizid des Vaters war nicht öffentlich.

Wenn der Tod des Vaters denn dem Kindeswohl dient ?!

 

"Der Gesetzgeber  hat das Kindeswohl in die Hände von Stümpern und Dilettanten gelegt:

Familiengerichte, Jugendämter und eine nur an Profit orientierte parasitäre Helferindustrie.

Redliche Väter werden von ihnen ausgegrenzt,  finanziell ruiniert und kriminalisiert. Zum "Wohle" des Kindes.

Wer Elternteile entsorgt ist Teil des Problems",meinte Gerald Emmermann bereits vor Jahren.

 

Wer sich seiner Verantwortung als Familienrichter mit rabulistischen  Phrasen entzieht ebenso, meint Papa Bolle.😈

 

 
Freitag war´s.
Auf dem Programm stand Renovierung.
Der Umgang mit Farbe, Pinsel und Farbroller am Stiel gehört nicht zu meinem täglichen Brot.
Die Sonne hatte sich bereits verabschiedet als ich endlich die wacklige Leiter gegen den bequemen Fernsehsessel eintauschen konnte.
Ich war fertig, k.o.  und froh.
Die Lohnzahlung bestand aus Nackenschmerzen.
Einen Bonus gab es auch.
Gut gekühltes Schwarzbier stand parat.

"Mister Glotzkowsky" lief sich warm.
Freitagabend und Fernsehen?
Heute war meine Frau die Herrin der Fernbedienung.
Bei Arte beendete sie ihr Zapping.

"Ich werde nicht schweigen" hieß der Fernsehfilm mit dem der Sender in die Primetime startete.

"Typischer Rosamunde-Frauen-Film" brubbelte ich und griff nach dem Laptop.
Ich halte mich für multitaskingfähig - zumindest beim sogenannten Wohlfühlfernsehen mit schönen bunten Bildern bei geringer Handlung.
Die Zeit mit Schwarzbier und Freitagabendfilm konnte ich zusätzlich für die Arbeit an meiner Homepage sorgerechtapartheid.de nutzen.

Wie der Film liegt auch der Focus meiner Website auf deutsche Geschehnisse der Nachkriegszeit.
Nun sind zwar die Jahre 1948/49 in Oldenburg nicht so leicht mit den Berlinern von 2003 bis 2017 zu vergleichen, doch staatliches Unrecht offenbart erstaunlich viele Parallelen.
Obwohl das Historienspiel und die gute schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin zunehmend meinen Blick vom Laptop zum Fernseher umleitete, muss ich wohl doch mehrfach, die für mich körperlich ungewohnte Malerei, das Schwingen von Pinsel, Rolle und Bürste, forderte seinen Tribut, in den Sekundenschlaf abgedriftet sein.

Gegen drei viertel Zehn blinzelte ich verschnarcht, sah die letzte Filmeinstellung und las die sich nach oben verschiebende Schrift:

"Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg und seine Abteilung für Familiensachen galt lange als "saubere", rechtstaatliche Einrichtung.

Erst 2067 kam durch die historische Aufarbeitung die Wahrheit ans Licht.

Am Familiengericht wurde Apartheit, die Trennung der Kinder von ihren Vätern, betrieben.

Mangelnde Qualifikation,  ideologische Willkür, brutale Gewalt und manifeste Verletzung von Artikel 1 GG ließ unzählige Kinder  das Trauma des Vaterverlustes erleiden. Eine unbekannte Zahl von Menschen fanden den finanziellen Ruin, erkrankten an seelischen Leiden und gingen in den Tod.

Richter und die Vertreter der Helferindustrie wurden nie für ihre Verbrechen belangt.

Seit 2070 erinnert eine Gedenkstätte an die grausamen Vorfälle...."

Hä ?!
2070.
Der Bildschirm des Laptops blieb dunkel.
Nun war ich doch etwas verdutzt.
2070 - ein Nachkiegsfilm?
Von jetzt auf gleich war ich putzmunter
Das Ende des Arte-Dramas sah gewiss anders aus.
Mich schien nur ein Traum gepackt und genarrt zu haben, aber "Ich werde nicht schweigen" ist ein guter Ansatz (nicht nur als Frauenfilm) gegen die Verdrängung staatlichen Unrechts, gegen die allgegenwärtige Apartheitpraxis der Familiengerichtsbarkeit  im Auftrag der systematischen Familienzerstörer, oder?!

Gegen die Eigenlobhudelei der Täter und Täterinnen hilft kein Schweigen.