Die sorgerechtliche Situation des überlebenden Elternteils : § 1680 BGB

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unglaublich - unverständlich - unfassbar: Väterdiskriminierung und Kindeswohlfrevel an deutschen Familiengerichten

Wir haben uns nur das zurückgeholt, was uns gehört.“

 
 
Nicht immer eignen sich Leserbriefe, die uns erreichen, veröffentlicht zu werden. Das liegt nicht daran, dass die uns mitgeteilten Vorkommnisse unglaubwürdig wären. Es ist aber nicht leicht, die zum Teil frechdreisten Rechtsverletzungen durch die verfahrensbeteiligten Professionen objektiv und für einen unbeteiligten Laien verständlich und nachvollziehbar zu erklären. Immerhin sind die uns Väter entsorgenden Beschlüsse und Stellungnahmen mit juristischer Rhetorik darauf angelegt, Väter zu entmutigen und zu einer Einsicht zu veranlassen, die nur scheinbar dem Kindeswohl dienlich ist. 
Um so "erfreulicher" sind wir, wenn es mit Fleiß, Verstand und Urteilsvermögen gelingt, die kompilzierten und zermürbenden Zusammenhänge verständlich zu Papier zu bringen:
(die schützenswerte Privatsphäre wurde geachtet, indem nur die Namen der verfahrensbeteiligten Professionen unverändert beibehalten wurden)
 
 
Sehr geehrter Herr Emmermann, 
 
meine Ehe wurde im Dezember 2004 nach fast 15 Jahren geschieden. Über Gründe hierüber kann man sicherlich auch diskutieren, würde aber an dieser Stelle die Sache nur noch komplizierter gestalten. Jedenfalls arrangierten sich die Eltern und übten das gemeinsame Sorgerecht für die Kinder trotz Scheidung gemeinsam und einvernehmlich aus.
 
Die Mutter von den Kindern heiratete im Sommer 2006 erneut. Auch ich ging eine neue Beziehung ein und lebe heute mit meiner Lebensgefährtin in R.
 
Seit der Trennung von der Kindesmutter hatte ich als leiblicher Vater regelmäßig und ausnahmslos Umgang mit meinen Kindern. Ich verbrachte mit meinen Kindern Franz, Martin. und Timo. alle 14 Tage die Wochenenden gemeinsam und jeweils in den Oster-, Herbst- und Weihnachtsferien eine Woche gemeinsam. In den Sommerferien waren es zwei Wochen. Wir unternahmen gemeinsame Ausflüge, aber auch Urlaubsreisen an die Nord- und Ostsee, nach Kroatien und Bulgarien. Meine Lebensgefährtin (Erzieherin) wurde in all den Jahren akzeptiert und anerkannt. Aufs Jahr gesehen, sind das ca. 90 Tage, das ist ein Viertel des Jahres, nicht eingerechnet, wo die Kinder so gekommen sind, z. B. für die Schule gelernt haben, usw.  Ich war kein „Schönwetterpapa“! Wenn das Vaterwochenende  war, kamen die Kinder auch wenn Sie krank waren (z. B. Windpocken). Das Vertrauen war da und  es gab keine Beschwerden über eine Gefährdung des Kindeswohls. Es wurde von der Kindesmutter auch nichts beanstandet. Ich habe damit gezeigt, dass ich nach wie vor  erziehungsgeeignet bin und die Erziehung und Betreuung auch nach der Scheidung tatsächlich wahrgenommen habe.
 
Mitte 2009 verstirbt die Mutter der Kinder nach über einjähriger Krebserkrankung. Trotz Erkrankung kam der Tod aus meiner Sicht zu diesem Zeitpunkt plötzlich und unerwartet. Ich hatte entgegen dem Jugendamt, den benachbarten Großeltern mütterlicherseits der Kinder, sowie der Schwester der Verstorbenen nicht mehr die Möglichkeit mit der Mutter der Kinder zu sprechen. Ein gemeinsames Gespräch zwischen dem Kreisjugendamt, Kindsmutter und Kindesvater über eine einvernehmliche Regelung zum weiteren Wohl der Kinder, insbesondere zu Umgang und Sorge wurde nicht geführt.
 
Nur kurze Zeit später, im Juli 2009 einigt sich Frau Steinbach vom hiesigen Kreisjugendamt mit den Großeltern (mütterlicherseits) der Kinder:
„Die Eheleute erklärten abschließend, dass sie einen Verbleib der Kinder bei Herrn S. (benachbarter Stiefvater der Kinder) ausdrücklich zustimmen. Herr S. habe die Bedürfnisse im Blick und könne angemessen für diese sorgen. Vor allem Timo. habe eine starke Bindung zu Herrn S. aufgebaut. Auch  sie selbst oder ihre Tochter, Frau H. könnten die Jungen mit versorgen und beaufsichtigen.“  (Zitat aus dem Bericht des Jugendamtes).
 
Mir und meiner Lebensgefährtin gelang es nicht, die zwischenzeitlich beeinflussten Kinder bei mir aufzunehmen. Es entwickelte sich nach dem Tod der Kindesmutter durch den Stiefvater und leider auch mit Hilfe der benachbarten Schwiegereltern ein verzerrtes Bild: Eltern-Kind-Entfremdung.
 
Meine Sorgen um die Kinder, insbesondere das Aufwachsen mit einem suchtkranken Stiefvater (Alkoholiker), sowie der befürchteten „finanziellen“ Engpässe blieben ungehört. Die drohende psychische Belastung meiner Kinder wollte keiner sehen.                                  
 
Die Vormundschaft mit allen Rechten und Konsequenzen wurde von dem Familienrichter Dr. Middeler, Amtsgericht Borken, aufgrund seiner „diagnostischen Fähigkeiten“ auf das Jugendamt des Kreises Borken übertragen.
 
Um die Glaubwürdigkeit des Vaters ist es schlecht bestellt. Familiengericht und Jugendamt des Kreises Borken zweifeln nach dem Tod der Kindsmutter die Erziehungsfähigkeit  des Vaters an und halten es nicht für nötig, die Erziehungsfähigkeit des Vaters zu prüfen. Die Erziehungsfähigkeit des Stiefvaters wurde ebenfalls nicht, bzw. nie geprüft. Das eigentlich vorgeschriebene Gutachten hierüber stellt sich der Familienrichter selbst aus: Er mutiert zum Facharzt und diagnostiziert selbst. Ärztliche Approbation? – Fehlanzeige!
 
Die Kinder blieben im Haushalt des Stiefvaters. Eigentlich gibt es in solchen Fällen eine ganz klare Regelung:
§ 1680 (1) BGB:
Stand die elterliche Sorge den Eltern gemeinsam zu und ist ein Elternteil gestorben, so steht die elterliche Sorge dem überlebenden Elternteil zu.
 
Der Familienrichter Dr. Middeler leitet jedenfalls seine Begründung zum Entzug der elterlichen Sorge wie folgt ein:
„… zur vollen Überzeugung des Gerichts fest, dass der Kindesvater durch sein Verhalten den Kindern bereits einen schweren, womöglich irreversiblen seelischen Schaden zugefügt hat.“
 
In Fachkreisen braucht man für diese gesicherte Diagnose eine mindestens 6 monatige Langzeitbeobachtungphase. Der medizinische Laie mit der Aufsicht im Gerichtssaal gewinnt die Erkenntnis nach einem 10-minütigen Gespräch mit meinen Kindern und entzieht die elterliche Sorge.
Ohne weitere Überprüfung gelangen die Kinder in die Hände des Stiefvaters.
 
Keine 3 Monate später stellten sich meine Befürchtungen bereits ein: Am 06.12.2009 meldet sich Martin nach langer Kontakt- und Umgangspause plötzlich von sich aus bei mir. Er erklärt ein schlechtes Gewissen zu haben, weil er bei Gericht nicht ganz die Wahrheit gesagt habe. Er sähe auch keinen Sinn darin, dem Jugendamt dies mitzuteilen, weil er schon so viel erzählt habe und seinen Worten keinen Glauben geschenkt würde. Martin erklärte darauf hin gegenüber seinem Vater und dessen Lebensgefährtin, dass er und seine Brüder im Termin zur Anhörung beim Amtsgericht Borken nicht die Wahrheit gesagt hätten und auf Druck des Stiefvaters ausgesagt hätten. Martin beschwert sich zudem über unmenschliche Zustände im Haushalt des Stiefvaters. Der Stiefvater ist laufend betrunken, bekommt den Tagesablauf mit den Kindern nicht geregelt. Es fehlt an Lebensmitteln, Kleidung und Körperpflegemitteln. Die Kinder müssen den „Kot“ des Stiefvaters beseitigen, weil dieser nicht mehr „Herr über sich selbst sei".
 
Die Kinder werden nach Martins Hinweisen noch im Dezember 2009 aufgrund mangelnder Versorgung und Vernachlässigung unter den Augen des Kreisjugendamtes und der einmal wöchentlichen Besuche eines vom Kreisjugendamt  eingesetzten  Familientherapeuten vor Ort aus der häuslichen Gemeinschaft mit dem Stiefvater genommen.
 
Untergebracht werden Sie bei den benachbarten (!) Großeltern (mütterlicherseits) und der Schwester der verstorbenen Mutter, welchen die Zustände auch bekannt waren. Sie gingen täglich ein und aus, hatten einen eigenen Schlüssel und reagierten auch nicht angemessen auf die Kindeswohlgefährdung.
 
Ich, der Vater, werde nicht informiert, bleibe unberücksichtigt, habe quasi ausgesorgt.
 
Es hat bis heute nicht eine wirkliche Überprüfung der Eignungsfähigkeit der Pflegefamilien / -eltern stattgefunden. Herr Wilmes, Jugendamt, Nebenstelle Gescher) konstatierte zwar den Großeltern der Kinder / Mutter der Kindesmutter einerseits
„Sie brauchen weitere psychotherapeutische Unterstützung zur Verarbeitung ihrer Ängste, insbesondere dem Verlust der Tochter, die wir auch gewähren wollen.“
 
anderseits keine zwei Minuten später in der Anhörung vom 17.02.2010 am Oberlandesgericht in Hamm
„Die Großeltern sind noch rüstig. Sie sind verbal und emotional gut drauf.“ 
 
Oma ging darauf keine Woche später für mehrere Wochen ins Krankenhaus (Krebserkrankung).
Das Jugendamt musste mit einer Haushaltshilfe unterstützend eingreifen.
 
Fehler eingestehen, den leiblichen Vater mit ins Boot nehmen? Weit gefehlt. – Im Gegenteil, - scheinbar den Verlust der eigenen Tochter nicht überwindend, die Kinder als Ersatz an sich nehmend wird der Vater mit den Worten
 
„Wir haben uns nur das zurückgeholt, was uns gehört.“
angegangen.               
 
Es wird bekannt, dass der Stiefvater aus einer vorherigen Beziehung sich der Tochter der Lebenspartnerin lt. richterlichen Beschluss sich nicht nähern darf … (Ein entsprechender Beschluss wird bei der Räumung der Haushaltes, in dem sich der Stiefvater und die Kinder aufhielten, von der Schwester der Kindesmutter gefunden. Den Kindern und den Großeltern wurde der Beschluss ebenfalls bekannt.) Diese Informationen blieben unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit. Beim Vater der Kinder bleibt der Makel des nicht erziehungsfähigen und erziehungsgeeigneten rabiaten Familienvaters mit weitreichenden auch beruflichen Folgen hängen.   
 
Die Immobilie, das Elternhaus der Kinder, ging im Rahmen der Zwangsversteigerung unter!
Anfang April 2012 verstirbt der Stiefvater aufgrund seiner Alkoholsucht.
 
Franz, der Älteste und zwischenzeitlich Volljährig, hatte bereits im November 2012 die gemeinsame Wohnung verlassen und einen eigenen Hausstand gegründet.
Timo, der Jüngste wurde bereits im Oktober 2012 vom Jugendamt aus dem Haushalt der Pflegeoma genommen. Offiziell weiß ich dies nicht, weil man mich in dem Hilfeplanverfahren des Jugendamtes nicht einebzieht. Franz hat mir eine Kopie des Protokolls der letzten Hilfeplankonferenz „zugespielt“. – Meine Anfragen beim zuständigen Jugendamt werden aktuell nicht mehr beantwortet.
 
 
 
Der aktuelle Stand:
 
Franz (21 Jahre) hat nun eine eigene Wohnung.
Martin (19 Jahre) hat eine Ausbildung als Koch abgeschlossen. Er lebt seit seiner Herausnahme aus der Obhut des „Stiefvaters“ bei der benachbarten Schwester seiner verstorbenen Mutter. Im Prinzip ist er auch aus dem Gröbsten heraus. Mit zunehmendem Alter wird der Kontakt zu Franz besser. Franz hat seine „rosarote Brille“ abgelegt und sieht zunehmend die Dinge anders.
 
Gedanken und schlaflose Nächte bereitet mir allerdings die Situation um den Jüngsten -  Timo, 15  Jahre.
Timo wurde nach der gescheiterten Lebensgemeinschaft bei seinem Stiefvater im Dezember 2009 bei den überforderten Eltern der Kindesmutter nebenan untergebracht. Die Situation hat sich nach Höhen und Tiefen dramatisch verschlechtert.
 
Im Dezember 2012 verstirbt die an „Krebs“ erkrankte Großmutter mütterlicherseits.
Timo ist wohl jetzt im Haushalt der Schwester mütterlicherseits untergebracht. Diese ist aber selbst überfordert (Mutter von drei eigenen Kindern – und nun noch mit Timo und Martin).
 
Dies soweit kurz zusammengefasst meine traurige Geschichte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies, - wie so vieles nicht- im Sinne meiner verstorbenen/geschiedenen Frau gewesen ist.
 
Wilfried Klein
 
 
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Personen in dieser Konversation

  • Lieber Wilfried Klein,
    vielen Dank für die uns zur Verfügung gestellte Zusammenfassung des Geschehens- und Verfahrensablaufes und für das uns entgegen gebrachte Vertrauen.
    Ich habe die angehängten Gerichts-Beschlüsse und die weiteren Anlagen gelesen. Mir ist aufgefallen, dass uns Väter immer wieder zum Nachteil gereicht, weswegen Mütter belohnt werden: Hinweise und das Sich-Auf-Reale-Zustände-Berufen belasten unsere Kinder und führen zum Sorgerechtsentzug, während Lügen, Intrigen und Unterstellungen fast schon bedenkenlos am Kindeswohl vorbei familiengerichtlichen Beifall findet. Man(n) darf den Bogen nicht überspannen. Denn uns Vätern wird nichts verziehen. Es ist gerade so, als warte die beteiligte "Helferindustrie" auf einen noch so kleinen Fehler um einen Grund zu haben, das Gesetz gegen den Vater anwenden zu können. Richtigerweise hätte Dir das Sorgerecht nicht entzogen werden dürfen, ggf. jedoch der vorübergehende Verbleib der Kinder in ihrer gewohnten Umgebung angeodnet werden müssen (§ 1682 BGB, Verbleibensanordnung).

  • Hallo Leidesgenosse,

    es ist immer das gleiche Szenario, welches uns Väter ereilt. Der Vater ist nicht erziehungsfähig und darf deshalb seine Kinder nicht mehr sehen. Um dies festzustellen bedarf es natürlich keines Arztes oder Psychologen. Nein, es bedarf lediglich einer einfachen Diplom-Sozialpädagogin für Systemische Paar- und Familientherapeutin, welche hier eine Prognose vor Gericht stellen darf, die den Vater so darstellt, das er aufgrund seiner fehlenden Erziehungsfähigkeit ein Leben lang seine Eignung verloren hat, seine Kinder jemals wieder zu sehen. Das sind die aktuellen Erkenntnisse aus meinem fünf Jahre währenden Umgangsverfahren, welches nur eine Möglichkeit in Betracht zu ziehen vermochte.
    Die Kindesmutter wollte partout, das der Vater seine Kinder niemals wieder sieht. Sodann erfand sie einige Strafanzeigen und ein fingiertes Gewaltschutzgesetz und dann hat man den Vater genau dort, wo die Jugendämter und Verfahrenbeistände ihm nur allzu gerne eine nicht ausreichende Erziehungsfähigkeit attestieren.

    Sollte das nicht ausreichen, kann eine Kindesmutter in Deutschland alle Abscheulichkeiten dieser Welt, vor den willfährigen Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften alle möglichen Geschichten erzählen, um ihn, den Vater schlecht zu machen. Das reicht dann aus, um ihm endgültig vor dem Familiengericht seine Kinder zu entziehen. Die vielen ungenannten Fälle neben Mollath und Kachelmann zeigen auf, dass in Deutschland Richter und Staatsanwälte reihenweise nur an das glauben, was ihnen rachsüchtige Kindesmütter und deren Eltern auftischen.

    Familiengerichte, Rechtsanwälte, Jugendämter und Verfahrenbeistände sind nur daran interessiert, in solchen Verfahren möglichst viel Geld für ihre unnütze Beratertätigkeit dem Vater abzunötigen, um ihm dann später mitzuteilen, das er nur gerne gesehen ist, wenn er die Unterhalte der Kinder bezahlt, ansonsten soll er sich nie mehr bei seinen Kindern blicken lassen.

    Gerade die Eltern der Kindesmütter sind es, welche ein übellauniges Spielchen mit den Kinder treiben, in dem man ihnen den eigenen Vater entzieht um weiterhin Kinder um sich haben zu können. Es ist nicht zu glauben, wie weit solche Menschen gehen können in einer angeblich freien Gesellschaft.

    Viele Grüße,
    H2000

  • Gast - Fred Scheler

    Melden

    Sehr geehrter Herr Klein,
    mit entsetzen laß ich auch ihre Geschichte, ich wurde nachträglich zum Vater gemacht, da ich mal vor Jahren eine Affäre mit einer verheirateten Frau hatte.
    Leider erkannte ich zu spät, das diese Beziehung auf Dauer nicht gut tun würde. Mir nicht gut tun würde. Es entstand eine Tochter, die ich mittlerweile kenne, über alles liebe, aber seit dem 13.06.2015 nicht mehr gesehen habe. So geht das seit ich sie erstmalig traf am 17.07.2015. Was ich an Wahnsinn hier auch von der Kindsmutter und Jugendamt vorgehalten bekam ist an Irrsinn kaum noch zu überbieten. Mitteilen muss ich ihnen, das ich seit bald 20 Jahren selber Sozialpädagoge bin und bei einem großen Jugendamt im Süden der Republik arbeite. Immer mal laß ich derartiges in den letzten Jahren und dachte, naja wird wohl nicht so schlimm sein. Bis ja bis ich meine eigene Geschichte bekam und erleben musste. Ich will aktuell Abstand gewinnen von den traumatischen Dingen nicht von meiner Tochter, aber da das Jugendamt und ein Gericht hier keine brauchbaren Entscheidungen herbeiführen konnten. habe ich meine Anträge auf gemeinsames Sorgerecht und Umgangsrecht zurück gezogen.

    Für manchen der meine Situation nicht kennt, nicht verständlich, aber mein Anliegen war es nicht um mein Kind zu kämpfen, sondern für mein Kind, das ihre Rechte gewahrt bleiben. Aber dies interessiert nicht mal meinen eigenen AG. Es gibt KollegInnen die das wissen und nach diversen Mails nicht mal mehr mich anschauen. Weil man wohl sich nicht besonders gut fühlt. Die Mutter hat mir neben der Unterstellung des Jugendamtes ich würde meine Tochter emotional missbrauchen, was man nie begründet hat, den Overkill ins Spiel gebracht, der bei 95% aller Sorgerechtsstreitigkeiten aufgefahren wird. Der sex. Missbrauch der eigenen Kinder. Logisch ist nix dran, aber ebenso wenig schafft das Jugendamt und das Gericht diese Vorwürfe aus der Welt oder nimmt sich dieser Dinge einmal neutral an. Reaktion darauf Fehlanzeige! Ich kam mir vor wie bei Freisler vor dem Volksgerichtshof. Ich konnte mich nicht des Eindruckes erwehren, das man sich recht wohl dabei fühlte mich zu diskreditieren, da ich ein bekennender Kritiker gesellschaftlicher Missstände auch in meiner Behörde bin.

    Absurderweise wollte man mich dann einen seit fast 20 Jahren tätigen Sozialpädagogen von einem Wald und Wiesengutachter beurteilen lassen, welches ich auf Grund der Infos über diesen ablehnte. Begutachten lassen muss man sich auch nicht freiwillig. Seit ich um die Fehlerhaftigkeit von familien psychologischen Gutachten weiß, mache ich hier ebenso einen weiten Bogen. Die meisten Gutachten bilden nicht das ab, was sie abbilden sollten und warum sie in Auftrag gegeben wurden. Ca. 95%!

    Ich habe dann die zweite Anhörung genutzt, um zu erleben, wie das dysfunktionale Rechstsystem hier seine Arbeit macht. Erschreckend musste ich feststellen, wie unprofessionell man mit eingereichten Schreiben, Informationen über Gefährdung meiner Tochter umging. Man beachtete alle meine vorgetragenen Verhaltensaufälligkeiten meiner Tochter bei zurückliegenden Besuchen bei mir nicht und lies sie auch nicht ins Verfahren einfließen, diese Dinge wurden einfach ignoriert.
    Eine von mir aufgesetzte und ans Gericht, sowie Jugendamt versandte Umgangregelungsvereinbarung fand erst gar nicht ihren Weg auf den Richtertisch und wurde vom Familiengericht verschlampt, so das keine Arbeitsgrundlage mehr vorhanden war. Ich kam mir wie bei einer Räuberpistole vor. Deshalb weis ich heute, es gibt keinen Abgrund der nicht zu tief ist, das man in ihn nicht blicken könnte oder das man sich dorthin nicht begeben würde oder gedrängt wird.
    Die Vorwürfe des sexuellen Missbrauches muss eines Tages die Kindsmutter vor unserer Tochter rechtfertigen.
    Freuen tut mich dies nicht, da ich wollte, das meine Tochter nicht Dinge durchmachen muss, wie ich sie zum Teil erleben musste, aber wie immer wiederholt sich wohl auch hier die Geschichte, wenn man seine Biographie nicht erkennt und Konsequenzen daraus ableitet.

    Zu den Missbrauchsvorwürfen kam es, da ich mal meiner Ex Partnerin die auch im sozialen Bereich tätig ist vor gut 6 Jahren mitteilte, das man mir ein derartiges Verhalten im Jahre 2003 nachgesagt hatte. Ein Jugendlicher in meiner damaligen Arbeitsstelle wollte sich den Weg aus der geschlossenen JH frei machen und auf Grund seiner begrenzten Intelligenz, kam er auf die Idee.
    Er hat sich dann 3 Wochen später entschuldigt, mir hatte es 3 Wochen des Wahnsinnes und Monate der persönlichen Krise bescherrt.

    Diese alte Geschichte nahm meine Ex zum Anlass vor Gericht zu behaupten, das sie mir die Tochter die schon 30 Mal mit mir alleine und 8 mal bei mir zu Hause gewesen ist nicht mehr überlassen könne. Begründet wurde dies nicht. Grundsätzlich hat meine ex damit ein Problem, das meine Tochter bei mir übernachtet.

    Bis heute kennt meine Tochter auch nicht meine Familie, keine Oma, keinen Opa, keine Schwester und auch sonst keinen.
    Das alles kratzte kein Jugendamt und kein Gericht.

    Für heute mal genug, täglich denke ich an meine Tochter, die ich nun wohl die nächsten Jahre nicht sehen werde, da ich die Kindsmutter bat, bei Treffen eine neutrale Person hinzuziehen, die das übernimmt, wenn ihr der Kontakt zwischen Tochter und Kindsvater wichtig ist. Bis heute auf dieses Schreiben, welches Monate zurück liegt keine Antwort. Hintergrund unsere von ihr geduldeten Treffen zuletzt alle paar Wochen 3 Std. sind und waren für mich unerträglich.

    Das Jugendamt empfahl auf Grund meiner Nachricht, das hier ein Konflikt vorliegen würde, das meine Ex doch die Treffen begleiten könnte. Ich bat aber um Unterstützung. Der eigene AG lässt einen im Regen stehen. Was für eine absurde Welt. Das Ganze ist eh absurd, da muss ich jeden Tag auf meiner Arbeit auf Kindswohlgefährdung achten und im privaten traut man mir das vom eigenen Arbeitgeber nicht zu. Dies kennzeichnet die Schizophrenie in der sich unsere Gesellschaft im Großen wie im Kleinen befindet und das Double Binds in aller möglichen Ausprägungsformen vorhanden sind. Ich frage mich dann, was ich die letzten 20 Jahre beruflich gemacht habe? So könnte ich weiter machen und der Irrsinn würde kein Ende finden.

    Ich wünsche ihnen die Kraft die sie brauchen, um all ihre Nöte, und emotionalen Verletzungen ertragen zu können.
    Laut Studien entsorgen sich auf Grund solcher Situationen und Konstellationen ca. 1000 Väter jährlich, Tendenz steigend. Dies müsste nicht sein, wenn die Rechtslücken im Familienrecht geschlossen werden würden und wenn man hier eine saubere Arbeit abliefern würde.

    Was mich aber am Meisten irrtierte. Das immer wieder in den Mund genommene Kindwohl hat hier nie einen wirklich interessiert. Seit ich "Am Anfang war Erziehung" von Alice Miller gelesen habe, habe ich auch verstanden warum. Wer seine eigenen Demütigungen im Leben nicht erkannt hat, fügt die Anderen ein lebenlang solange zu, bis er dieses selbstzerstörerische und fremdzerstörerische Spiel verstanden, bearbeitet und somit aufgelöst hat.
    Ihnen Alles Gute

    MfG
    Fred Scheler

    von Munich, Germany
   
© ALLROUNDER

Bolles Newsflash


Es kann auch prägnant, einfach, kurz und verständlich formuliert werden.

Hier zum Nachlesen die Big Five der vom Väter-Netzwerk.de an die künftige Regierungskoalition gerichteten Forderungen:

1 Wechselmodell zum Regelfall erklären

2 Konsequente Durchsetzung des Umgangsrechts

3 Gemeinsames Sorgerecht ab Geburt

4 Qualitätsstandards im Familienrecht

5 Mediation vor kindschaftsrechtlichen Verfahren

Eine Reihenfolge der Postulate erscheint mir nicht zwingend vorgegeben, u.a. weil eine (vernünftige) Mediation die Gleichheit der Eltern vor dem Gesetz, dem Mediator, den Jugendamtlern, den Richtern und den sonstigen Familienkonfliktlösern erfordert.

Zuvörderst gilt:

Weg mit der Sorgerechtapartheid  !

Gemeinsames Sorgerecht von Anbeginn und ohne Wenn und Aber ist nicht alles.

Aber ohne Gleichheit der Eltern durch gemeinsame Obsorge ist alles nichts.

 

 

scheint ein im Familienrecht notwendiger Hinweis zu sein, so wie einst als es noch wenige private Telefonanschlüsse gab und diese Aufforderung, oft ergänzt durch den Hinweis  Nimm Rücksicht auf Wartende, Münzfernsprecher zierte, weil kein Zeittakt für Ortsgespräche galt.

Wer das zweifelhafte Glück hat Gegenstand eines familienpsychologischen Gutachtens zu sein wird den Spruch Fasse dich kurz mit dem Hinweis Denk an die die das Lesen müssen verbinden.

Kein Richter liest hundert Seiten gequirlte Klugheit geldheischender Scharlatane mit dubiosen Psycho-und anderen Titeln, obwohl er die Sülze in Auftrag gab.

Dem sogenannten Kindeswohl sind diese narrativen Elaborate, die auf Spekulationspsychologie, Ideologie und Einteilung der Eltern in gut und schlecht beruhen, abträglich, weil sie einen Zustand beschreiben wie er war und die Lösung des Familienkonflikts allein aufgrund des Zeitverlustes durch die Papiererstellung des Gutachtens verhindern.

Es wird viel geschrieben im deutschen Familienrecht.

Gewiß ist manch Gutes, Durchdachtes, Fundiertes, Schlaues dabei und es werden viele Buchstaben dauerhaft in Papier "gegossen".

Wer schreibt bleibt?

In familiengerichtliche Verfahren betreffend den Umgang und die gemeinsame elterliche Obsorge vom Gericht bestellte "Sachverständige" als Gutachter erwecken mit dem Beschreiben von Papier den Eindruck eines sinnhaften Tuns.

Für die Lösung des Elternkonflikts ist diese Tätigkeit sinnfrei.

Die Fragen bleiben indes.

Wer liest das Niedergeschriebene und was ändern viele Worte und Worthülsen die mit ihrem Papier vergrauen?

Nun hat der größte deutsche Väterverein, eine Interessengemeinschaft die sich als Aufbruch für Kinder versteht, eine Stellungnahme zum Evalationsbericht der Bundesregierung zum Mediationsgesetz von 2012 veröffentlicht.

Neun Seiten Umfang und als PDF herunterzuladen.

Eine Fleißarbeit, etwas Hirn, viel Altbekanntes und fromme Wünsche sowie für den der sich durch das Schriftstück gequält hat ein Fazit:

" Wir würden eine Ausweitung der Mediation im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen.

...

Wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen und Ideen in den angekündigten Diskussionsprozess mit einzubringen."

Nun kann zunächst dahingestellt bleiben mit wen und mit welcher Regierung, mit dem Justizministerium oder dem Superministerium für alle außer Väter, der Väteraufbruch reden will und was gar das Ziel sein könnte.

Geredet wurde oft, nur nie auf gleicher Augen-, Lobby- oder Ideologieebene, quasi genau so wie im Familiengerichtssaal.

Eine VAFK-Stellungnahme zu einem Gesetz das sich, wie die halbgare Sorgerechtsreform vom Mai 2013 u.a. rabulistische Kuriositäten und politische Kabinettstückchen made in germany, kurz und knapp als weiterer familienpolitischer Flop bezeichnen lässt, ist populistisch und überflüssig.

Kluger Schein vermag auch beim Väteraufbruch das Wesen nicht dauerhaft zu übertünchen, weil Nutzen oder Erfolge familiärer Konfliktlösungen durch Mediation so wissenschaftlich belegt sind wie das neuzeitliche Gender Mainstreaming, so unbestimmt wie der juristische Kunstbegriff vom Kindeswohl.

Im Familienrecht wird durchwegs gegaukelt, doch statt die Interessen von Vätern zu vertreten werden diese von ihrem größten bundesweiten Verein mit Trugbildern von  Engagement hinters Licht geführt, vertröstet auf eine Zeit in der die Kindheit und Jugend ihrer entfremdeten Kinder Vergangenheit ist. 

Ein weiterer Ausbau der parasitären Helferindustrie und ein Anbiedern bei Mutterkultlern ist sicher nicht der Weg um das jahrzehntelange Familienunrecht und die staatlich geförderte Familienzerstörung zu beenden und die Praxis der Sorgerechtapartheid  und die Ungleichbehandlung der Eltern endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen.

"Wir würden eine Ausweitung des Wirkens der Helferindustrie im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen?"

 

 

Der tragische Fall von Martin Sprinzl findet seine juristische "Aufarbeitung" und zynischen Abschluss.

http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/buxtehude/panorama/sind-vaeter-bei-sorgerechtsstreitigkeiten-vor-gericht-menschen-zweiter-klasse-d98368.html

Zitiert:

"...alle gegen meinen Sohn erhobenen Vorwürfe (sind) haltlos ", sagt der Vater des Toten."Für Martin kam das zu spät."

Ein Verfahren, dass der Vater gegen die Richterin angestrengt habe, sei eingestellt worden.

Eine Erklärung dazu kann das Buxtehuder Gericht nicht abgeben.

Amtsgerichtsdirektor Dr. Norbert Aping, der selbst Familienrichter ist.

"Diese Fälle sind nicht-öffentlich  und daher kann ich mich dazu nicht äußern."

Er betont, dass einzig das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehe..."

Ach so!

Der Suizid des Vaters war nicht öffentlich.

Wenn der Tod des Vaters denn dem Kindeswohl dient ?!

 

"Der Gesetzgeber  hat das Kindeswohl in die Hände von Stümpern und Dilettanten gelegt:

Familiengerichte, Jugendämter und eine nur an Profit orientierte parasitäre Helferindustrie.

Redliche Väter werden von ihnen ausgegrenzt,  finanziell ruiniert und kriminalisiert. Zum "Wohle" des Kindes.

Wer Elternteile entsorgt ist Teil des Problems",meinte Gerald Emmermann bereits vor Jahren.

 

Wer sich seiner Verantwortung als Familienrichter mit rabulistischen  Phrasen entzieht ebenso, meint Papa Bolle.😈

 

 
Freitag war´s.
Auf dem Programm stand Renovierung.
Der Umgang mit Farbe, Pinsel und Farbroller am Stiel gehört nicht zu meinem täglichen Brot.
Die Sonne hatte sich bereits verabschiedet als ich endlich die wacklige Leiter gegen den bequemen Fernsehsessel eintauschen konnte.
Ich war fertig, k.o.  und froh.
Die Lohnzahlung bestand aus Nackenschmerzen.
Einen Bonus gab es auch.
Gut gekühltes Schwarzbier stand parat.

"Mister Glotzkowsky" lief sich warm.
Freitagabend und Fernsehen?
Heute war meine Frau die Herrin der Fernbedienung.
Bei Arte beendete sie ihr Zapping.

"Ich werde nicht schweigen" hieß der Fernsehfilm mit dem der Sender in die Primetime startete.

"Typischer Rosamunde-Frauen-Film" brubbelte ich und griff nach dem Laptop.
Ich halte mich für multitaskingfähig - zumindest beim sogenannten Wohlfühlfernsehen mit schönen bunten Bildern bei geringer Handlung.
Die Zeit mit Schwarzbier und Freitagabendfilm konnte ich zusätzlich für die Arbeit an meiner Homepage sorgerechtapartheid.de nutzen.

Wie der Film liegt auch der Focus meiner Website auf deutsche Geschehnisse der Nachkriegszeit.
Nun sind zwar die Jahre 1948/49 in Oldenburg nicht so leicht mit den Berlinern von 2003 bis 2017 zu vergleichen, doch staatliches Unrecht offenbart erstaunlich viele Parallelen.
Obwohl das Historienspiel und die gute schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin zunehmend meinen Blick vom Laptop zum Fernseher umleitete, muss ich wohl doch mehrfach, die für mich körperlich ungewohnte Malerei, das Schwingen von Pinsel, Rolle und Bürste, forderte seinen Tribut, in den Sekundenschlaf abgedriftet sein.

Gegen drei viertel Zehn blinzelte ich verschnarcht, sah die letzte Filmeinstellung und las die sich nach oben verschiebende Schrift:

"Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg und seine Abteilung für Familiensachen galt lange als "saubere", rechtstaatliche Einrichtung.

Erst 2067 kam durch die historische Aufarbeitung die Wahrheit ans Licht.

Am Familiengericht wurde Apartheit, die Trennung der Kinder von ihren Vätern, betrieben.

Mangelnde Qualifikation,  ideologische Willkür, brutale Gewalt und manifeste Verletzung von Artikel 1 GG ließ unzählige Kinder  das Trauma des Vaterverlustes erleiden. Eine unbekannte Zahl von Menschen fanden den finanziellen Ruin, erkrankten an seelischen Leiden und gingen in den Tod.

Richter und die Vertreter der Helferindustrie wurden nie für ihre Verbrechen belangt.

Seit 2070 erinnert eine Gedenkstätte an die grausamen Vorfälle...."

Hä ?!
2070.
Der Bildschirm des Laptops blieb dunkel.
Nun war ich doch etwas verdutzt.
2070 - ein Nachkiegsfilm?
Von jetzt auf gleich war ich putzmunter
Das Ende des Arte-Dramas sah gewiss anders aus.
Mich schien nur ein Traum gepackt und genarrt zu haben, aber "Ich werde nicht schweigen" ist ein guter Ansatz (nicht nur als Frauenfilm) gegen die Verdrängung staatlichen Unrechts, gegen die allgegenwärtige Apartheitpraxis der Familiengerichtsbarkeit  im Auftrag der systematischen Familienzerstörer, oder?!

Gegen die Eigenlobhudelei der Täter und Täterinnen hilft kein Schweigen.