Umgangsbeistandschaften

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Was könnte es bedeuten, wenn das Jugendamt in die gesetzliche Pflicht genommen würde, auf Antrag eines Elternteiles für dem Kindeswohl dienliche Umgangsvereinbarungen und deren Durchsetzung sorgen zu müssen?


Jugendamt und Umgang
ist ein für viele Väter gar nicht positiv besetztes Thema.

Weil inzwischen nirgendwo mehr Zweifel bestehen, dass für eine gesunde kindliche Entwicklung der Kontakt zu beiden Elternteilen notwendig ist, entsteht der Eindruck, dass deutsche Jugendämter hier nicht auf der Höhe der Zeit sind: Müssen Väter doch all zu oft beklagen, dass sie bei der Bitte um Unterstützung bei der Durchsetzung des Umgangs mit ihrem Kind auf Auffassungen und Vorgehensweisen treffen, die im besseren Fall Unprofessionalität, wohl aber eher Parteilichkeit zu Gunsten umgangsboykottierender Mütter zeigen; weit ab vom tatsächlichen Begreifen, dass hiermit Kindesmisshandlung Vorschub geleistet wird. 

Natürlich fragt man(n) sich, weshalb einerseits ein Jugendamt effizient aufgestellt ist, wenn es darum geht, Mütter zu unterstützen, aber ganz wenig nur zustande bringt, wenn es darum geht Kindesinteressen gegen Mütter durchzusetzen. Offensichtlich gibt es dort Köpfe, in denen das mütterunabhängige Rechtssubjekt Kind noch keinen Eingang gefunden hat und insofern auch nicht zur Durchsetzung von dessen Rechten animiert. Schade eigentlich bei einem Amt, dem schon der eigene Name Orientierung sein könnte.

Nun ist es aber so, dass Kinder erheblich gefährdet sind, wenn ihre Väter von Ihnen ferngehalten werden und der daraus entstehende Schaden für die Gesellschaft ist auch nicht mehr unbekannt. Ein Schaden, den zu vermeiden es nur eines bedarf: Der Durchsetzung des Umganges von Kind und Vater.

Kann oder soll man(n) dabei auf eine Behörde verzichten, deren Aufgabe letztendlich die Abwehr von Schäden bei Kindern und Jugendlichen ist? Oder muss man(n) diese Behörde in die Pflicht nehmen und mit den Mitteln ausstatten, diese Aufgabe in dem für die eine gesunde kindliche Entwicklung existenziellen Bereich des Umganges mit beiden Eltern konsequent anzugehen und durchführen zu können?

Der Verfasser hält es für sinnvoll, der kindlichen und gleichzeitig gesellschaftlichen Gefährdungslage mit einer entsprechen Konkretisierung der Aufgabe des Jugendamtes im Bereich des Rechts des Kindes auf beide Eltern zu begegnen.

Es wird deshalb vorgeschlagen:

Der Bereich der Beistandschaften für Kinder wird auf eine Umgangsbeistandschaft ausgeweitet.

Auf Antrag des Kindes oder eines Elternteiles richtet das Jugendamt die entsprechende Beistandschaft ein. Der antragstellende Elternteil muss nicht sorgeberechtigt sein.

Das Jugendamt ist verpflichtet, innerhalb von 14 Tagen ab Antragsstellung einen Umgangstermin zwischen dem Kind und dem betreffenden Elternteil herbeizuführen; gelingt dies nicht, leitet es unverzüglich die Durchsetzung im einstweiligen Rechtsschutzverfahren ein.

Auf Antrag des Kindes oder eines Elternteiles schlägt das Jugendamt eine kind- und situationsgerechte Umgangsvereinbarung vor. Der antragstellende Elternteil muss nicht sorgeberechtigt sein.

Das Jugendamt wirkt auf eine Vereinbarung der Eltern hin; kommt diese innerhalb von 3 Monaten nach Antragstellung nicht zustande, leitet es unverzüglich das gerichtliche Umgangsverfahren ein.

Besteht eine Umgangsregelung nicht, ist das Jugendamt verpflichtet, bis zu deren Zustandekommen Mindestumgang* sicherzustellen; gelingt dies nicht, leitet es unverzüglich die gerichtliche Durchsetzung ein.
*dieser ist sanktionsbewehrt gesetzlich zu verankern

Soweit erforderlich organisiert das Jugendamt begleiteten Umgang. Bei der Beurteilung der Notwendigkeit hat es einen Ermessensspielraum. Hinsichtlich des Umfanges ist es an den gesetzlichen Mindestumgang gebunden. Zur Umgangsaussetzung ist es nur auf der Grundlage eines richterlichen Beschlusses berechtigt. 

Das Tätigwerden des Jugendamtes einschließlich der daraus erwachsenden gerichtlichen Aktivitäten ist für das beantragende Kind und den beantragenden Elternteil kostenfrei.


Konsequenz 
aus diesem Vorgehen ist, dass Eltern in Umgangsfragen nicht mehr unmittelbar aufeinanderprallen. Die Aussicht auf die Auseinandersetzung mit einer aktionsfähigen Behörde wird zudem die Lust dämpfen, Paarkonflikte in das Recht des Kindes auf Umgang zu verlagern und die Bereitschaft der Eltern zur Kooperation zu Gunsten des Kindeswohles stärken. Das Begegnen von Umgangsverweigerung mit dem Einschalten eines regelungsbefugten Jugendamtes ist niedrigschwelliger als ein Antrag bei Gericht, wird demnach entsprechend früh erfolgen. Entfremdung kann also schon sehr früh entgegengewirkt werden.

Der Verfasser geht davon aus, dass die Beschäftigten in Jugendämtern bei klarer gesetzlicher Vorgabe sich gesetztestreu verhalten werden und sich bereits nach sehr kurzer Zeit deutliche und die Gerichte entlastende Ergebnisse einstellen werden. Den Beistandsabteilungen der Jugendämter böte sich die Möglichkeit zur Erweiterung ihres Erfahrungshorizontes um die „schwarze Seite der Müttermacht“, was insgesamt zu einer ausgewogeneren Beurteilung der Verantwortlichkeiten bei Elternkonflikten führen wird.

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Personen in dieser Konversation

  • Gast - G. Emmermann

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    Ein insgesamt guter Vorschlag, der aber auch die Frage aufwirft, warum JÄer sich nicht schon jetzt an bestehende Vorschriften halten, indem sie als Verfahrensbeteiligte vor Gericht dem Kindeswohl Vorrang vor mütterlichen Interessen einräumen.<br />Stattdessen wird Minimalumgang präferiert und sich gegen die Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge ausgesprochen.<br />M.E. resultiert der Rechtsungehorsam vieler JÄer (übrigens auch nicht selten der der FamGerichte) nicht aus fehlenden Rechtsnormen, sondern aus mangelnder Motivation, was mglw. gesellschaftspolitische Ursachen hat.

   
© ALLROUNDER

Bolles Newsflash


Es kann auch prägnant, einfach, kurz und verständlich formuliert werden.

Hier zum Nachlesen die Big Five der vom Väter-Netzwerk.de an die künftige Regierungskoalition gerichteten Forderungen:

1 Wechselmodell zum Regelfall erklären

2 Konsequente Durchsetzung des Umgangsrechts

3 Gemeinsames Sorgerecht ab Geburt

4 Qualitätsstandards im Familienrecht

5 Mediation vor kindschaftsrechtlichen Verfahren

Eine Reihenfolge der Postulate erscheint mir nicht zwingend vorgegeben, u.a. weil eine (vernünftige) Mediation die Gleichheit der Eltern vor dem Gesetz, dem Mediator, den Jugendamtlern, den Richtern und den sonstigen Familienkonfliktlösern erfordert.

Zuvörderst gilt:

Weg mit der Sorgerechtapartheid  !

Gemeinsames Sorgerecht von Anbeginn und ohne Wenn und Aber ist nicht alles.

Aber ohne Gleichheit der Eltern durch gemeinsame Obsorge ist alles nichts.

 

 

scheint ein im Familienrecht notwendiger Hinweis zu sein, so wie einst als es noch wenige private Telefonanschlüsse gab und diese Aufforderung, oft ergänzt durch den Hinweis  Nimm Rücksicht auf Wartende, Münzfernsprecher zierte, weil kein Zeittakt für Ortsgespräche galt.

Wer das zweifelhafte Glück hat Gegenstand eines familienpsychologischen Gutachtens zu sein wird den Spruch Fasse dich kurz mit dem Hinweis Denk an die die das Lesen müssen verbinden.

Kein Richter liest hundert Seiten gequirlte Klugheit geldheischender Scharlatane mit dubiosen Psycho-und anderen Titeln, obwohl er die Sülze in Auftrag gab.

Dem sogenannten Kindeswohl sind diese narrativen Elaborate, die auf Spekulationspsychologie, Ideologie und Einteilung der Eltern in gut und schlecht beruhen, abträglich, weil sie einen Zustand beschreiben wie er war und die Lösung des Familienkonflikts allein aufgrund des Zeitverlustes durch die Papiererstellung des Gutachtens verhindern.

Es wird viel geschrieben im deutschen Familienrecht.

Gewiß ist manch Gutes, Durchdachtes, Fundiertes, Schlaues dabei und es werden viele Buchstaben dauerhaft in Papier "gegossen".

Wer schreibt bleibt?

In familiengerichtliche Verfahren betreffend den Umgang und die gemeinsame elterliche Obsorge vom Gericht bestellte "Sachverständige" als Gutachter erwecken mit dem Beschreiben von Papier den Eindruck eines sinnhaften Tuns.

Für die Lösung des Elternkonflikts ist diese Tätigkeit sinnfrei.

Die Fragen bleiben indes.

Wer liest das Niedergeschriebene und was ändern viele Worte und Worthülsen die mit ihrem Papier vergrauen?

Nun hat der größte deutsche Väterverein, eine Interessengemeinschaft die sich als Aufbruch für Kinder versteht, eine Stellungnahme zum Evalationsbericht der Bundesregierung zum Mediationsgesetz von 2012 veröffentlicht.

Neun Seiten Umfang und als PDF herunterzuladen.

Eine Fleißarbeit, etwas Hirn, viel Altbekanntes und fromme Wünsche sowie für den der sich durch das Schriftstück gequält hat ein Fazit:

" Wir würden eine Ausweitung der Mediation im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen.

...

Wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen und Ideen in den angekündigten Diskussionsprozess mit einzubringen."

Nun kann zunächst dahingestellt bleiben mit wen und mit welcher Regierung, mit dem Justizministerium oder dem Superministerium für alle außer Väter, der Väteraufbruch reden will und was gar das Ziel sein könnte.

Geredet wurde oft, nur nie auf gleicher Augen-, Lobby- oder Ideologieebene, quasi genau so wie im Familiengerichtssaal.

Eine VAFK-Stellungnahme zu einem Gesetz das sich, wie die halbgare Sorgerechtsreform vom Mai 2013 u.a. rabulistische Kuriositäten und politische Kabinettstückchen made in germany, kurz und knapp als weiterer familienpolitischer Flop bezeichnen lässt, ist populistisch und überflüssig.

Kluger Schein vermag auch beim Väteraufbruch das Wesen nicht dauerhaft zu übertünchen, weil Nutzen oder Erfolge familiärer Konfliktlösungen durch Mediation so wissenschaftlich belegt sind wie das neuzeitliche Gender Mainstreaming, so unbestimmt wie der juristische Kunstbegriff vom Kindeswohl.

Im Familienrecht wird durchwegs gegaukelt, doch statt die Interessen von Vätern zu vertreten werden diese von ihrem größten bundesweiten Verein mit Trugbildern von  Engagement hinters Licht geführt, vertröstet auf eine Zeit in der die Kindheit und Jugend ihrer entfremdeten Kinder Vergangenheit ist. 

Ein weiterer Ausbau der parasitären Helferindustrie und ein Anbiedern bei Mutterkultlern ist sicher nicht der Weg um das jahrzehntelange Familienunrecht und die staatlich geförderte Familienzerstörung zu beenden und die Praxis der Sorgerechtapartheid  und die Ungleichbehandlung der Eltern endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen.

"Wir würden eine Ausweitung des Wirkens der Helferindustrie im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen?"

 

 

Der tragische Fall von Martin Sprinzl findet seine juristische "Aufarbeitung" und zynischen Abschluss.

http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/buxtehude/panorama/sind-vaeter-bei-sorgerechtsstreitigkeiten-vor-gericht-menschen-zweiter-klasse-d98368.html

Zitiert:

"...alle gegen meinen Sohn erhobenen Vorwürfe (sind) haltlos ", sagt der Vater des Toten."Für Martin kam das zu spät."

Ein Verfahren, dass der Vater gegen die Richterin angestrengt habe, sei eingestellt worden.

Eine Erklärung dazu kann das Buxtehuder Gericht nicht abgeben.

Amtsgerichtsdirektor Dr. Norbert Aping, der selbst Familienrichter ist.

"Diese Fälle sind nicht-öffentlich  und daher kann ich mich dazu nicht äußern."

Er betont, dass einzig das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehe..."

Ach so!

Der Suizid des Vaters war nicht öffentlich.

Wenn der Tod des Vaters denn dem Kindeswohl dient ?!

 

"Der Gesetzgeber  hat das Kindeswohl in die Hände von Stümpern und Dilettanten gelegt:

Familiengerichte, Jugendämter und eine nur an Profit orientierte parasitäre Helferindustrie.

Redliche Väter werden von ihnen ausgegrenzt,  finanziell ruiniert und kriminalisiert. Zum "Wohle" des Kindes.

Wer Elternteile entsorgt ist Teil des Problems",meinte Gerald Emmermann bereits vor Jahren.

 

Wer sich seiner Verantwortung als Familienrichter mit rabulistischen  Phrasen entzieht ebenso, meint Papa Bolle.😈

 

 
Freitag war´s.
Auf dem Programm stand Renovierung.
Der Umgang mit Farbe, Pinsel und Farbroller am Stiel gehört nicht zu meinem täglichen Brot.
Die Sonne hatte sich bereits verabschiedet als ich endlich die wacklige Leiter gegen den bequemen Fernsehsessel eintauschen konnte.
Ich war fertig, k.o.  und froh.
Die Lohnzahlung bestand aus Nackenschmerzen.
Einen Bonus gab es auch.
Gut gekühltes Schwarzbier stand parat.

"Mister Glotzkowsky" lief sich warm.
Freitagabend und Fernsehen?
Heute war meine Frau die Herrin der Fernbedienung.
Bei Arte beendete sie ihr Zapping.

"Ich werde nicht schweigen" hieß der Fernsehfilm mit dem der Sender in die Primetime startete.

"Typischer Rosamunde-Frauen-Film" brubbelte ich und griff nach dem Laptop.
Ich halte mich für multitaskingfähig - zumindest beim sogenannten Wohlfühlfernsehen mit schönen bunten Bildern bei geringer Handlung.
Die Zeit mit Schwarzbier und Freitagabendfilm konnte ich zusätzlich für die Arbeit an meiner Homepage sorgerechtapartheid.de nutzen.

Wie der Film liegt auch der Focus meiner Website auf deutsche Geschehnisse der Nachkriegszeit.
Nun sind zwar die Jahre 1948/49 in Oldenburg nicht so leicht mit den Berlinern von 2003 bis 2017 zu vergleichen, doch staatliches Unrecht offenbart erstaunlich viele Parallelen.
Obwohl das Historienspiel und die gute schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin zunehmend meinen Blick vom Laptop zum Fernseher umleitete, muss ich wohl doch mehrfach, die für mich körperlich ungewohnte Malerei, das Schwingen von Pinsel, Rolle und Bürste, forderte seinen Tribut, in den Sekundenschlaf abgedriftet sein.

Gegen drei viertel Zehn blinzelte ich verschnarcht, sah die letzte Filmeinstellung und las die sich nach oben verschiebende Schrift:

"Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg und seine Abteilung für Familiensachen galt lange als "saubere", rechtstaatliche Einrichtung.

Erst 2067 kam durch die historische Aufarbeitung die Wahrheit ans Licht.

Am Familiengericht wurde Apartheit, die Trennung der Kinder von ihren Vätern, betrieben.

Mangelnde Qualifikation,  ideologische Willkür, brutale Gewalt und manifeste Verletzung von Artikel 1 GG ließ unzählige Kinder  das Trauma des Vaterverlustes erleiden. Eine unbekannte Zahl von Menschen fanden den finanziellen Ruin, erkrankten an seelischen Leiden und gingen in den Tod.

Richter und die Vertreter der Helferindustrie wurden nie für ihre Verbrechen belangt.

Seit 2070 erinnert eine Gedenkstätte an die grausamen Vorfälle...."

Hä ?!
2070.
Der Bildschirm des Laptops blieb dunkel.
Nun war ich doch etwas verdutzt.
2070 - ein Nachkiegsfilm?
Von jetzt auf gleich war ich putzmunter
Das Ende des Arte-Dramas sah gewiss anders aus.
Mich schien nur ein Traum gepackt und genarrt zu haben, aber "Ich werde nicht schweigen" ist ein guter Ansatz (nicht nur als Frauenfilm) gegen die Verdrängung staatlichen Unrechts, gegen die allgegenwärtige Apartheitpraxis der Familiengerichtsbarkeit  im Auftrag der systematischen Familienzerstörer, oder?!

Gegen die Eigenlobhudelei der Täter und Täterinnen hilft kein Schweigen.