BVerfG Entscheidung 1 BvR 3326/14

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"Aufgrund der verfestigten Situation und seines mittlerweile vorangeschrittenen Alters ist im vorliegenden Fall nämlich entscheidend, dass das Kind entsprechend den von den Fachgerichten in Bezug genommenen Ausführungen der Sachverständigen jeglichen Druck auf die Mutter in erheblichem Maße auch selbst wahrnimmt und Zwangsmaßnahmen ihr gegenüber zum Zwecke der Durchführung von Umgangskontakten als Bedrohung seines etablierten Familiensystems sehen würde. Nach den Feststellungen der Sachverständigen würde dies einerseits die Loyalität des Kindes gegenüber der Mutter erhöhen und andererseits seine negative Wahrnehmung des Vaters als der Person, von der die Bedrängungssituation ausginge, verstärken, so dass ein auf die Mutter ausgeübter Zwang nicht zu dem vom Beschwerdeführer gewünschten Ziel führen würde...."

 

Wohlgemerkt:
Die Zwangsmaßnahmen wären aufgrund des Verhaltens dieser "Mutter" durchaus berechtigt gewesen! Denn sie hatte das Kind über Jahre hinweg gegen den Vater eingestellt. Sie machen unter den gegebenen Umständen nur keinen Sinn mehr. Denn der durch das Unrechtsverhalten der Kindsmutter eingetretene Erfolg ist vollendet. Ein Umstand, der strafrechtlich gesehen Notwehr ausschließt, aber dafür einer milderen Bestrafung keinen Raum mehr läßt.
Hier im Familienrecht ist das nicht so. Hier kann eine Mutter sich zurücklehnen und  zynisch lachen: "Ich habe mich gegen unfähige Familiengerichte durchgesetzt. Den Vater sind wir los!"
 

Auch ich würde an Richters Stelle kein Kind zwingen, zu einem Elternteil zu müssen, zu dem es sich weigert, Kontakt haben zu wollen.

Aber ich würde schon im Vorfeld den Umgangsboykott von sogen. Kreidekreismüttern anders bekämpfen.
Anders als es Richter und Richterinnen tun,
anders als es die Helferindustrie  (einschll. mancher Vätervereine) tut
und anders als es die Väter selbst tun.
 
Dabei ist es mehr als müßig, immer wieder eine gerichtlich fehlende Einwirkung auf Kreidekreismütter zu beklagen. Denn dabei vergeht kostbare Zeit, wie der hier entschiedene Fall eindrucksvoll beweist.
 
Richtig ist, bei Umgangsstörungen sofort das Familiengericht anzurufen, anstatt sich selbsternannten, "hochqualifizierten" Coachings anzuvertrauen, die für Väter -nicht ohne kommerzielle Hintergedanken- mittlerweile reichlich angeboten werden. 
 
Genauso richtig ist, Jugendämter zu meiden. 
Noch in keinem uns bekannten Fall hatte dieses Amt Vätern geholfen, wenn sich Mütter im Verlauf unbeugsam und unkooperativ verhalten haben.
 
Erforderlich dagegen ist mehr Mut und Entschlossenheit unter den Vätern.
Bei nicht kooperierenden Müttern hilft keine noch so  gut gemeinte Kooperation auf Seiten der Väter. Das ist inkonsequent und dumm und wird von Gerichten und von der mütterorientierten Helferindustrie als Schwäche ausgelegt. 
 
Väter verlieren nicht selten gerade deswegen, weil sie weniger skrupellos sind, als Kreidekreismütter. 
 
Die Folge daraus ist aber nicht, wie umgangsboykottierende Mütter das Kindeswohl gleichermaßen zu mißachten. Wir denken und glauben und hoffen aber immer die Belastungen für unsere Kinder klein halten zu können und verstehen nicht, dass unsere Kinder keineswegs zusätzlich zu den ohnehin durch mütterliche Exzesse verursachten Gerichtsverfahren belastet werden, wenn wir um unsere und um deren Rechte kämpfen.
 
Wir müssen uns auch abgewöhnen, ausgerechnet Väter "auf Spur" bringen zu wollen; sie in Sachen Kooperationsfähigkeit zu belehren um dadurch die Mitgliederzahlen -bspw. die des VAfK- zu erhöhen.
 
Taktik und Strategie zählen vor Gericht nur sekundär. Sie sind ein stumpfes Schwert, wenn und während Mütter aufs Ganze gehen.
 
Wichtig ist, den Müttern nicht kostenlos und ohne sie belastende Folgen ihre kleinen oder großen Siege feiern zu lassen. Wir sollten ihnen ihr kindeswohlwidriges Verhalten so teuer und schmerzhaft wie irgend möglich machen. Das gilt auch für Familiengerichte und sonstige Helfer.
Das kann ein sehr aufwendiger Zeitvertreib werden. Und es kann den einen oder anderen Euro kosten.
 
Aber es ist gar nicht so schwierig, wie es sich liest.
Einem anderen Menschen das Leben zur Hölle zu machen ist im Zeitalter des Internet nicht unmöglich. Ich spreche hier nicht von einem loszutretenden shitstorm, sondern von der Möglichkeit Daten und Informationen zu sammeln, die -in welcher Form auch immer- belastend gegen die Kreidekreismütter verwendet werden können.
 
Wir können mit gleichsam betroffenen Vätern Netzwerke bilden und so bedeutungsvoller und gewichtiger werden.
 
Väterwiderstand.de bietet die BlackList und ein gemeinsames Briefpapier zum Download an.
Das gefällt Müttern und deren Rechtsvertretungen nicht und wir erleben es immer wieder, dass sie sich vor Gericht hinreißen lassen, unsere guten Absichten ins Gegenteil umkehren zu wollen.
 
Gut so! 
Denn wir Väter müssen jede noch so kleine Angriffsfläche nutzen, die uns geboten wird.
 
Es passiert viel zu selten, dass diese Mütter vor Gericht in Tränen ausbrechen!
Ich hab's erlebt. Und ich war äußerst erfreut darüber, auch wenn mein Kommentar darüber nicht auf offene Gerichtsohren gestoßen war.
 
Es ist immer gut, wenn dem Gericht klar wird, dass diese Mutter vor den Reaktionen des Vaters, dem sie das gemeinsame Kind "kidnappen" will, nicht geschützt werden kann und sie (die Mutter) mit harten Repressalien zu rechnen hat, wenn sie nicht einlenkt und nachgibt.
 
Bei solchen Anlässen hilft die Richtigstellung, dass nicht wir Väter es sind, die den Müttern das gemeinsame Sorgerecht vorenthalten, den Umgang streitig machen oder Auskünfte über das gemeinsame Kind verweigern.
 
Und hilfreich ist auch die Klarstellung, dass wir uns unter gar keinen Umständen aus der Elternrolle drängen lassen werden und uns gegebenenfalls auch außergerichtlich dagegen wehren können und werden.
 
Auch der Hinweis, dass die Mutter in der Regel über mehr schützenswerte Rechtsgüter verfügt, als der Vater, kann Wirkung zeigen.
 
Wer stattdessen als artiger Vater geduldig hin nimmt, was zu verhindern er für unmöglich hält, hat von vornherein keine Chancen und wird sein Kind verlieren wie wir aus den Entscheidungen der Familiengerichte und -senate leider lernen müssen.
 
Der VAfK als größter Aufbruch für Kinder (er betont selber, kein Aufbruch für Väter zu sein) sollte seine Mitglieder nicht darin schulen, wie man sich kooperativ verhält um mit den Müttern gemeinsame Verantwortung tragen zu können, wenn gerade diese Mütter daran kein Interesse haben, sondern sie (die Väter) mit geeigneten Waffen ausstatten, die den Feind vernichten oder zur Kapitulation zwingen.
 
Denn wir brauchen keinen Väteraufbruch - und schon gar keinen verschlafenen, sondern eine Väterfront und in dieser müssen wir die Reihen fester und geschlossener halten ... !
Man muss unseren Schritt hören und wissen, dass wir Väter auch unangenehm werden können, wenn es um unsere Kinder geht.
 
Wie anders könnte man die Entscheidung des BVerfG sonst noch deuten?
 
Gerald Emmermann
Väterwiderstand.de
 
 
 
 
 
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Personen in dieser Konversation

  • Gast - Carmen

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    Auch Frauen sind angreifbar und verletzlich. Ich weiß das, bin ja selber eine Frau. Aber während Mütter, die ihren Ex loswerden wollen, immer unter die Gürtellinie schlagen, verzichten Väter darauf, weil sie dadurch angeblich ihre Kinder schützen. Aber wer schützt diese Kinder vor dem Verlust ihrer Väter? Wasch mir das Fell, aber mach mich nicht nass, funktioniert nicht.
    Mein Ex hat nun so gut wie keinen Kontakt mehr mit seinen Kindern und eine zweite kaputte Beziehung.
    Ihr Väter helft nicht wirklich euren Kindern, sondern schadet euch nur selbst. Ihr seid keine Väter, sondern Schluffis, die selber noch am Rockzipfel ihrer Mutter hängen.
    Mein Ex und ich hätten schon lange eine eigene Familie haben können, in der wir seine Kinder, wenn auch nur zeitweilig, gut integrieren könnten. Daraus ist aber leider nichts geworden.
    Nur jammern und Probleme besprechen ist nicht gut für eine Beziehung Man(n) muss auch handeln können und wollen!

  • Sehr traurig das alles ..
    Du solltest Deine Erwartungen an uns Väter aber bitte auch nicht zu hoch stecken. Ich glaube nicht, dass es hilfreich ist, von Vätern zu verlangen, dass sie erst ein "Stalingrad" absolvieren müssten, bevor man kämpferische und konsequente Wesen zu attestieren bereit ist. Wir Väter kämpfen ja nicht nur gegen Mütter, Helferindustrie und Justiz, sondern gelegentlich, gar nicht einmal so selten, auch gegen Windmühlen. Während sich Mütter so ziemlich alles erlauben dürfen, klopft man uns Vätern bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die Finger Das motiviert nicht unbedingt! Und wenn man -wie bspw. Detlef Bräunig, der vollmundig Väter, die sich ihrer Verantwortung stellen, lächerlich macht - im Netz Beifall fürs Weglaufen erhält, dann muss ein Nachdenken über einen Kampf, der nicht leicht zu gewinnen ist, erlaubt sein.
    Natürlich helfen jammern und weglaufen nicht.
    Vor Stalingrad gings ums nackte Überleben.
    Vor deutschen Familiengerichten nur um Kinder, Kindeswohl und Kindesinteressen.
    Die hatten in Deutschland noch zu keiner Zeit einen hohen Stellenwert.

  • 1 BvR 3326/14
    Eine kleine Entscheidung von Rabulistikern - ein großer Rückschritt für Väter

    Wer wünscht sich nicht manchmal Sonderrechte im Straßenverkehr und ein Fahrzeug mit CC (Corps consulaire) oder CD (Corps diplomatique) Plakette?
    Wohl wissend, dass Privilegien und Immunität zu Lasten der anderen Verkehrsteilnehmer geht.
    Was im Straßenverkehr nicht für "jedermann/jederfrau" möglich ist geht zumindest im Familienrecht. Hier ist ohnehin alles denkbar und möglich - zumindest wenn eIne Maßnahme gegen Väter und Kinder gerichtet ist, also wenn die Aufrechterhaltung der Apartheid zwischen beiden gesichert wird.Und so sollte es nicht verwundern das Juristen des Bundesverfassungsgerichts das Sonderrecht Immunität gegen staatlichen und gerichtlichen Zwang einführten.Für Mütter.
    Ein Schelm wer denkt dies gehe nicht zu Lasten von Kindern (http://www.frauengewalt.fall.vn/index.html).

    «Die einzigen Juristen, die sanktionslos die Gesetze verletzen dürfen, sind die Richter! ..(Zitat:Dr. Egon Schneider,ehemaliger Richter am OLG)

    Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat den Tatbestand der Rechtsbeugung, ein Verbrechen, dass nach § 339 StGB strafbar ist und das in erster Linie von Richtern begangen wird, seit 1952, als es um die Reinwaschung richterlichen Handelns in der NS-Zeit ging, zunehmend und massiv eingeschränkt. Wie der Begriff des Kindeswohls ist «... die Rechtsbeugung das Papier nicht wert ist, auf dem der Straftatbestand gedruckt ist.» (Rolf Bossi)
    Durch das Prinzip der richterlichen Un­ab­hängig­keit genießen Richter umfassende Immunität gegen Strafverfolgung. Diese praktische Narrenfreiheit ,der Freibrief zur Missachtung von Gesetzen und Manipulation von Verfahren, wurde von den Damen und Herren des BVerfG mal wieder und in Umsetzung der Mütterideologie und zur Befriedung von vom Kindeswohlfrevel lebender Lobbyisten, genutzt.

    Was stört in Deutschland der EGMR wenn gegen Männer,wenn gegen Väter juristisch aufgerüstet wird?!

    Selbst sicher vor Strafverfolgung gewährt das Karlsruher Gericht seiner Mütterklientel quasi vollständige Immunität, indem es im Umgangsrecht das unbedingte Kindeswohl, auch wenn es von der Mutter beeinflusst wurde, betont.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/umgangsrecht-im-zweifel-gegen-den-vater-1.2487134

    Ein Kind könnte "den Druck auf die Mutter als gegen sich selbst gerichtet wahrnehmen, als "Bedrohung seines etablierten Familiensystems". (Az: 1 BvR 3326/14)"

    Damit ist jede Kreidekreismutter immun, gefeit gegen jeglichen Zwang mit dem Privileg zur Indoktrination mit materiellen Höchtsverwertungsrecht am Eigentum Kind.

    Das BVerfG entscheidet (mit Rechtsbeugungsprivileg?) gegen den EGMR und zementiert die Apartheidpraxis zwischen Vätern und Kindern, weil
    "Eine den Umgang boykottierende Mutter ( ) immer noch mit der Hilfe der Gerichte kalkulieren (kann), während ein Vater immer noch ohnmächtig gehalten wird."

    http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=56823
    http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=56887

    Offensichtlich reiht sich diese BVerfG-Entscheidung in die abartige Art der Würdigung des 2.Jahrestages des Inkrafttretens der sogenannten Sorgerechtsreform durch seine Gegnerinnen ein (deshalb für Interessierte ausnahmsweise auch die Hinweis auf die angefügten Links)

    http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=56738
    http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=56762
    und die passende Antwort
    http://www.huffingtonpost.de/lutz-bierend/warum-vater-unbedingt-mehr-rechte-brauchen_b_7305230.html?utm_hp_ref=lifestyle

    Der Beitrag von Gerald ist wie stets ein kämpferischer, doch große Möglichkeiten außerhalb von Familiengerichten auf mißratene Mütter einzuwirken sehe ich nicht, weil, auch das muß zur Kenntnis genommen werden, die Strafgerichte nur in Nuancen weniger brutal gegen Männer vorgehen.
    Entfremdungstäterinnen, die sich beleidigt fühlen, die falschbeschuldigen und nach Anwendung des Gewaltschutzgesetzes kreischen, die sich als Opfer stilisieren, finden immer eine Richterin die das Recht so verbiegt bis ein Mann verurteilt wird. Die Dummheit und Dumpfheit der richterlichen Begründungen nehmen sich nicht viel.
    Und - wenn gar nichts mehr geht - berufen sich Täterinnen auf den Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte und ihres Eigentums Kind....

    Wem der von Leutnant Dino geratene Weg kein möglicher ist hat kaum Alternativen. Am Schicksal anderer, wie z.B. im Fall Kuppinger, sollte kein Väter-/Kinderrechtler sich schadensfroh ergötzen.Schlimm genug die Uneinigkeit Betroffener....

    Ich meine, dass die BlackList eine gute Möglichkeit ist Täterinnen in Roben die Ruhe und Behaglichkeit der Anonymität zu nehmen - besser wäre allerdings die Auflösung der Abteilungen für Familiensachen an den Amtsgerichten, die Auflösung von Jugendämtern und die Austrocknung des Sumpfs der Helferindustrie.
    Der Ruf "Stasi in die Produktion" sollte auf Familienrichter und -richterinnen und professionelle Beihelfer der Entfremdung Anwendung finden.

    Ich habe am 07.Mai einen Antrag auf konkrete und umfassende Regelung des Umgangs beim Familiengericht Tempelhof-Kreuzberg gestellt.
    Ein Kind könnte "den Druck auf die Mutter als gegen sich selbst gerichtet wahrnehmen, als "Bedrohung seines etablierten Familiensystems". (Az: 1 BvR 3326/14)"
    Ausgang ....?
    http://sorgerechtapartheid.de

    Zitat aus der Welt (http://www.welt.de/vermischtes/article140550363/Ich-bin-der-Zahlvater-und-es-kotzt-mich-an.html) " - und es kotzt mich an"

  • Die aktuelle Entscheidung im Fall Kuppinger wurde von der 1.Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch den Vizepräsidenten Ferdinand Kirchhof (nominiert von der CDU/CSU),
    dem Richter am Bundesverfassungsgericht Michael Eichberger (nominiert von der CDU/CSU) und
    der Richterin am Bundesverfassungsgericht Gabriele Britz (nominiert von der SPD) getroffen.

    Ein Fall für die BlackList?

  • warum nicht?
    "Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn sich ein wildes Schwein dran reibt" werden sie sagen ..
    Aber dieses Urteil gibt immerhin eine Geisteshaltung wieder, die solche Umgangskonflikte, bei denen eindeutig und nachweisbar mütterliche Willkür der Antrieb war und ist, nicht zu lösen vermag, sondern im Gegenteil die Zerstrittenheit noch intensiviert und fördert.
    An Dumheit kann's bei Roten-Roben-Trägern doch nun wirklich nicht liegen.
    Man darf also getrost politischen Willen unterstellen.

   
© ALLROUNDER

Bolles Newsflash


Es kann auch prägnant, einfach, kurz und verständlich formuliert werden.

Hier zum Nachlesen die Big Five der vom Väter-Netzwerk.de an die künftige Regierungskoalition gerichteten Forderungen:

1 Wechselmodell zum Regelfall erklären

2 Konsequente Durchsetzung des Umgangsrechts

3 Gemeinsames Sorgerecht ab Geburt

4 Qualitätsstandards im Familienrecht

5 Mediation vor kindschaftsrechtlichen Verfahren

Eine Reihenfolge der Postulate erscheint mir nicht zwingend vorgegeben, u.a. weil eine (vernünftige) Mediation die Gleichheit der Eltern vor dem Gesetz, dem Mediator, den Jugendamtlern, den Richtern und den sonstigen Familienkonfliktlösern erfordert.

Zuvörderst gilt:

Weg mit der Sorgerechtapartheid  !

Gemeinsames Sorgerecht von Anbeginn und ohne Wenn und Aber ist nicht alles.

Aber ohne Gleichheit der Eltern durch gemeinsame Obsorge ist alles nichts.

 

 

scheint ein im Familienrecht notwendiger Hinweis zu sein, so wie einst als es noch wenige private Telefonanschlüsse gab und diese Aufforderung, oft ergänzt durch den Hinweis  Nimm Rücksicht auf Wartende, Münzfernsprecher zierte, weil kein Zeittakt für Ortsgespräche galt.

Wer das zweifelhafte Glück hat Gegenstand eines familienpsychologischen Gutachtens zu sein wird den Spruch Fasse dich kurz mit dem Hinweis Denk an die die das Lesen müssen verbinden.

Kein Richter liest hundert Seiten gequirlte Klugheit geldheischender Scharlatane mit dubiosen Psycho-und anderen Titeln, obwohl er die Sülze in Auftrag gab.

Dem sogenannten Kindeswohl sind diese narrativen Elaborate, die auf Spekulationspsychologie, Ideologie und Einteilung der Eltern in gut und schlecht beruhen, abträglich, weil sie einen Zustand beschreiben wie er war und die Lösung des Familienkonflikts allein aufgrund des Zeitverlustes durch die Papiererstellung des Gutachtens verhindern.

Es wird viel geschrieben im deutschen Familienrecht.

Gewiß ist manch Gutes, Durchdachtes, Fundiertes, Schlaues dabei und es werden viele Buchstaben dauerhaft in Papier "gegossen".

Wer schreibt bleibt?

In familiengerichtliche Verfahren betreffend den Umgang und die gemeinsame elterliche Obsorge vom Gericht bestellte "Sachverständige" als Gutachter erwecken mit dem Beschreiben von Papier den Eindruck eines sinnhaften Tuns.

Für die Lösung des Elternkonflikts ist diese Tätigkeit sinnfrei.

Die Fragen bleiben indes.

Wer liest das Niedergeschriebene und was ändern viele Worte und Worthülsen die mit ihrem Papier vergrauen?

Nun hat der größte deutsche Väterverein, eine Interessengemeinschaft die sich als Aufbruch für Kinder versteht, eine Stellungnahme zum Evalationsbericht der Bundesregierung zum Mediationsgesetz von 2012 veröffentlicht.

Neun Seiten Umfang und als PDF herunterzuladen.

Eine Fleißarbeit, etwas Hirn, viel Altbekanntes und fromme Wünsche sowie für den der sich durch das Schriftstück gequält hat ein Fazit:

" Wir würden eine Ausweitung der Mediation im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen.

...

Wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen und Ideen in den angekündigten Diskussionsprozess mit einzubringen."

Nun kann zunächst dahingestellt bleiben mit wen und mit welcher Regierung, mit dem Justizministerium oder dem Superministerium für alle außer Väter, der Väteraufbruch reden will und was gar das Ziel sein könnte.

Geredet wurde oft, nur nie auf gleicher Augen-, Lobby- oder Ideologieebene, quasi genau so wie im Familiengerichtssaal.

Eine VAFK-Stellungnahme zu einem Gesetz das sich, wie die halbgare Sorgerechtsreform vom Mai 2013 u.a. rabulistische Kuriositäten und politische Kabinettstückchen made in germany, kurz und knapp als weiterer familienpolitischer Flop bezeichnen lässt, ist populistisch und überflüssig.

Kluger Schein vermag auch beim Väteraufbruch das Wesen nicht dauerhaft zu übertünchen, weil Nutzen oder Erfolge familiärer Konfliktlösungen durch Mediation so wissenschaftlich belegt sind wie das neuzeitliche Gender Mainstreaming, so unbestimmt wie der juristische Kunstbegriff vom Kindeswohl.

Im Familienrecht wird durchwegs gegaukelt, doch statt die Interessen von Vätern zu vertreten werden diese von ihrem größten bundesweiten Verein mit Trugbildern von  Engagement hinters Licht geführt, vertröstet auf eine Zeit in der die Kindheit und Jugend ihrer entfremdeten Kinder Vergangenheit ist. 

Ein weiterer Ausbau der parasitären Helferindustrie und ein Anbiedern bei Mutterkultlern ist sicher nicht der Weg um das jahrzehntelange Familienunrecht und die staatlich geförderte Familienzerstörung zu beenden und die Praxis der Sorgerechtapartheid  und die Ungleichbehandlung der Eltern endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen.

"Wir würden eine Ausweitung des Wirkens der Helferindustrie im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen?"

 

 

Der tragische Fall von Martin Sprinzl findet seine juristische "Aufarbeitung" und zynischen Abschluss.

http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/buxtehude/panorama/sind-vaeter-bei-sorgerechtsstreitigkeiten-vor-gericht-menschen-zweiter-klasse-d98368.html

Zitiert:

"...alle gegen meinen Sohn erhobenen Vorwürfe (sind) haltlos ", sagt der Vater des Toten."Für Martin kam das zu spät."

Ein Verfahren, dass der Vater gegen die Richterin angestrengt habe, sei eingestellt worden.

Eine Erklärung dazu kann das Buxtehuder Gericht nicht abgeben.

Amtsgerichtsdirektor Dr. Norbert Aping, der selbst Familienrichter ist.

"Diese Fälle sind nicht-öffentlich  und daher kann ich mich dazu nicht äußern."

Er betont, dass einzig das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehe..."

Ach so!

Der Suizid des Vaters war nicht öffentlich.

Wenn der Tod des Vaters denn dem Kindeswohl dient ?!

 

"Der Gesetzgeber  hat das Kindeswohl in die Hände von Stümpern und Dilettanten gelegt:

Familiengerichte, Jugendämter und eine nur an Profit orientierte parasitäre Helferindustrie.

Redliche Väter werden von ihnen ausgegrenzt,  finanziell ruiniert und kriminalisiert. Zum "Wohle" des Kindes.

Wer Elternteile entsorgt ist Teil des Problems",meinte Gerald Emmermann bereits vor Jahren.

 

Wer sich seiner Verantwortung als Familienrichter mit rabulistischen  Phrasen entzieht ebenso, meint Papa Bolle.😈

 

 
Freitag war´s.
Auf dem Programm stand Renovierung.
Der Umgang mit Farbe, Pinsel und Farbroller am Stiel gehört nicht zu meinem täglichen Brot.
Die Sonne hatte sich bereits verabschiedet als ich endlich die wacklige Leiter gegen den bequemen Fernsehsessel eintauschen konnte.
Ich war fertig, k.o.  und froh.
Die Lohnzahlung bestand aus Nackenschmerzen.
Einen Bonus gab es auch.
Gut gekühltes Schwarzbier stand parat.

"Mister Glotzkowsky" lief sich warm.
Freitagabend und Fernsehen?
Heute war meine Frau die Herrin der Fernbedienung.
Bei Arte beendete sie ihr Zapping.

"Ich werde nicht schweigen" hieß der Fernsehfilm mit dem der Sender in die Primetime startete.

"Typischer Rosamunde-Frauen-Film" brubbelte ich und griff nach dem Laptop.
Ich halte mich für multitaskingfähig - zumindest beim sogenannten Wohlfühlfernsehen mit schönen bunten Bildern bei geringer Handlung.
Die Zeit mit Schwarzbier und Freitagabendfilm konnte ich zusätzlich für die Arbeit an meiner Homepage sorgerechtapartheid.de nutzen.

Wie der Film liegt auch der Focus meiner Website auf deutsche Geschehnisse der Nachkriegszeit.
Nun sind zwar die Jahre 1948/49 in Oldenburg nicht so leicht mit den Berlinern von 2003 bis 2017 zu vergleichen, doch staatliches Unrecht offenbart erstaunlich viele Parallelen.
Obwohl das Historienspiel und die gute schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin zunehmend meinen Blick vom Laptop zum Fernseher umleitete, muss ich wohl doch mehrfach, die für mich körperlich ungewohnte Malerei, das Schwingen von Pinsel, Rolle und Bürste, forderte seinen Tribut, in den Sekundenschlaf abgedriftet sein.

Gegen drei viertel Zehn blinzelte ich verschnarcht, sah die letzte Filmeinstellung und las die sich nach oben verschiebende Schrift:

"Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg und seine Abteilung für Familiensachen galt lange als "saubere", rechtstaatliche Einrichtung.

Erst 2067 kam durch die historische Aufarbeitung die Wahrheit ans Licht.

Am Familiengericht wurde Apartheit, die Trennung der Kinder von ihren Vätern, betrieben.

Mangelnde Qualifikation,  ideologische Willkür, brutale Gewalt und manifeste Verletzung von Artikel 1 GG ließ unzählige Kinder  das Trauma des Vaterverlustes erleiden. Eine unbekannte Zahl von Menschen fanden den finanziellen Ruin, erkrankten an seelischen Leiden und gingen in den Tod.

Richter und die Vertreter der Helferindustrie wurden nie für ihre Verbrechen belangt.

Seit 2070 erinnert eine Gedenkstätte an die grausamen Vorfälle...."

Hä ?!
2070.
Der Bildschirm des Laptops blieb dunkel.
Nun war ich doch etwas verdutzt.
2070 - ein Nachkiegsfilm?
Von jetzt auf gleich war ich putzmunter
Das Ende des Arte-Dramas sah gewiss anders aus.
Mich schien nur ein Traum gepackt und genarrt zu haben, aber "Ich werde nicht schweigen" ist ein guter Ansatz (nicht nur als Frauenfilm) gegen die Verdrängung staatlichen Unrechts, gegen die allgegenwärtige Apartheitpraxis der Familiengerichtsbarkeit  im Auftrag der systematischen Familienzerstörer, oder?!

Gegen die Eigenlobhudelei der Täter und Täterinnen hilft kein Schweigen.