Speed-Dating der besonderen Art

Details

 

 

 

Haben Sie schon einmal an einem Speed-Dating teilgenommen?

 

Und ist es Ihnen dabei gelungen, einen Teilnehmer für sich zu gewinnen?

 

 

Ich hatte vor einiger Zeit erstmals die Gelegenheit eine derartige Kontakt- und Kennenlernbörse zu erleben. Gut, die Örtlichkeit und die Zeit waren nicht unbedingt optimal. Wer die Räumlichkeiten des Familiengerichts am Berliner Halleschen Ufer kennt und bereits einmal die klobige, gesäßfeindliche Bestuhlung in einem der dortigen Gerichtssäle erleiden musste kann mich verstehen. Über die Uhrzeit der Veranstaltung, vormittags an einem Werktag, mag ich mich so wenig auslassen wie über die Benutzung unterschiedlicher Begriffe für gleichartige Showacts.

 

Mich hat vielmehr die Plötzlichkeit, mental völlig unvorbereitet, eines derartigen Erlebnisses in einem Verfahren zur Regelung des Umgangs in ihrer ganzen Wucht erwischt, obwohl ich inzwischen auf einen zehnjährigen Erfahrungsschatz an familiengerichtlichen Sitzungen, sogenannter Anhörungen, zurückgreifen kann.

 

Mein unerwarteter Date-Partner wurde mir also in den anheimelnden Tempelhof-Kreuzberger Gerichtsgefilden zugeführt, behütet von der Richterin, der Sitzungsprotokollantin, der Beiständin und einem Jugendamtmitarbeiter und dem vielfach wiederholten Dank für die Bereitschaft zum Gespräch mit dem Monster. Natürlich wurde der Monsterbegriff für den Vater nicht wirklich benutzt, aber ein Tor wer inhaltlich anderes hörte.

 

Im Kreis der zahlreichen Beschützer erkannte ich meine minderjährige Tochter die ich seit mehreren Jahren nicht gesehen, nicht gesprochen hatte. Hurra, sie lebt! war mein erster Gedanke - und, groß ist sie geworden. Wie doch die Zeit vergeht...

 

Nun kam ich an die Reihe. Das Speed-Dating war eröffnet. Spontan ließ ich ein paar Fragen vom Stapel ohne das deren Beantwortung zu einem Vater-Tochter-Gespräch führte. Noch bevor die high-speed-dating-time abgelaufen war, so nach ca. 200 plus wenige x-Sekunden, beendete Frau Richterin aus Kindesschutzgründen das Kontaktdating und ließ meine Tochter wieder abfüh...äh aus dem Saal geleiten.

Da ich kein blutverschmiertes Messer im Maul hatte, kann das, was Rabulistiker als Gefährdung des Wohls eines Kindes bezeichnen, nicht unmittelbar, gegenwärtig und direkt von mir ausgegangen sein. 

Aber vielleicht stand noch jemand hinter mir.  Mein Freund Harvey?   

 

Aufgrund des bei derartigen Verfahren üblichen Ausschließens der Öffentlichkeit muss ich das Dateprotokoll (erstaunlicherweise 'mal eines das über die lapidare Floskel "Der Sachverhalt wurde erörtert" hinausgeht) dem (vielleicht) erstaunten Leser vorenthalten.

 

In den Gründen des Beschlusses über den Ausschluss des Umgangsrechts liest sich die makabere Überraschungsshow dann wie folgt:

 

"L. ließ sich am 17.07.2015 auf den Vorschlag ihrer Mutter und der Richterin auf ein Gespräch mit dem Vater im Sitzungssaal ein, ließ sich im Rahmen des Gesprächs mit dem Vater jedoch nicht davon überzeugen, Umgänge mit dem Vater zu beginnen.

 

Vielmehr wurde deutlich, dass L. die vom Vater geschaffenen Gesprächssituation, die darauf hinauslief, sich für ihre Position zu rechtfertigen, als extrem belastend empfunden hat.

 

Gleichsam war zur Überzeugung des Gerichts festzustellen, dass L. jegliche Umgangsanfragen des Vaters ohne Zögern ohne größere Gefühlsregung verneinte.

 

Die Entscheidung L.s keinen Kontakt mit ihrem Vater haben zu wollen, ist zu respektieren."

 

(Zitat: Beschluss Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg vom 22.07.2015 zum Aktenzeichen 133 F 7996/15)

 

 

Mein Fazit zum Speed-Kontakt-und Umgangsdating beim Familiengericht:

Die gründliche Durchsuchung nach Waffen etc. bei der Einlasskontrolle suggeriert Gefahrlosigkeit (und sogar einen Hauch von gerechtfertigter Machtausübung und Rechtstaatlichkeit) einer tatsächlich jedoch perfiden und frevelhaften Terminanhörung des würdelosen Umgangs mit Vater und Kind in einem offen rechtsfreien Raum.

 

Ein Pfui-Deibel dem Veranstalter!

 

Gert Bollmann

Sorgerechtapartheid.de

 

 
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Personen in dieser Konversation

  • Das ist eine gründliche Entsorgung des Kindesvaters. Umgangsausschluss bis 31.12.2016 und dann sollst Du als zahlender Vater erneut kostenpflichtig den Umgang beantragen. Das ist Geldschneiderei seitens der Gerichte. Es sind meistens Richterinnen die so etwas verzapfen, wollen aber selber gute Mütter sein. Mit Sicherheit ist das nicht so.

    Solche Kinderschänder können nicht länger in unseren Gerichten geduldet werden. Die Zeit ist reif für Sanktionen die sie da treffen wo sie am empfindlichsten sind.

  • Wenn ein 13-jähriges Mädchen erklärt, keinen Kontakt mit seinem Vater haben zu wollen, dann liegt so offensichtlich wie es nur offensichtlich sein kann, ein Fehlverhalten bei der Person vor, bei der das Kind wohnt und erzogen wurde.
    Verantwortungsvolle Mütter, die diese Bezeichnung verdienen, fördern den Umgang zwischen Vater und Kind.
    Wo das geschieht, gibt's keine Verweigerung. Von sich aus lehnt kein Kind seinen Vater grundlos ab.
    Das wissen selbstverständlich auch die Richter und Richterinnen an Familiengerichten, die aus Unverstand, ja geradezu aus Dummheit die Bindungstoleranzdefizite der Mutter ignorieren und sich so zu Mittätern eines kriminellen Kindeswohlfrevels machen.
    Kreidekreismütter sind genauso skrupellos, wie die Mehrheit deutscher Familenrichter/innen ignorant und verantwortungslos sind.

    Eigens betroffen beobachte ich nun seit über 10 Jahren das Unrecht, das Vätern und deren Kindern bundesweit widerfährt und versuche zu helfen, wo es mir möglich ist.
    Die Muster und Abläufe sind immer die gleichen - die Fehler, die Väter machen auch: sie vertrauen auf Jugendämter und erwarten Vernunft und Objektivität von einer Familiengerichtsbarkeit, die eigentlich nur eines kann, nämlich den Kindeswohlbegriff zu vergewaltigen und auf dieser Weise Kinderseelen zu zerstören.

    Dafür verdient das schäbige Pack die Bastonade: 50 Hiebe auf die nackten Fußsohlen!
    Oder das Fegefeuer.

  • Der Richter B. aus Landshut hat bei mir sogar noch den Verlauf des Verfahrens absichtlich ein Jahr ausgesetzt, weil er wusste, dass dann der Sohn 12 Jahre alt war und der Kindesmutter somit die Gelegenheit gegeben, den Sohn soweit zu manipulieren, dass er vor der Verfahrensbevollmächtigten und dem Jugendamt selbst aussagte, Zitat:" Er wolle den Vater nie mehr in seinem ganzen Leben sehen."

    Die Entscheidung des Umgangsausschlusses wurde letztlich von dem Richter genauso ausgesprochen. Es sei zu respektieren, dass der Sohn T. keinen Kontakt mit seinem Vater haben will. Die Tochter wurde nicht einmal befragt - man muss das Urteil beim Familiengericht stets für beide Kinder umsetzen.

    Es ist inzwischen klar, dass die Familiengerichte in unverschämter Weise familienzerstörend vorgehen.
    Nicht einmal die Notwendigkeit sehen, nachzufragen wie ein 12 Jähriger auf solche Aussagen kommt?!
    Die Tochter spielte in diesem Verfahren gar keine Rolle, weil ja erst 9 Jahre alt.
    Seinen Vater hatte der Sohn zu dem Zeitpunkt schon fünf Jahre (!) nicht gesehen. Trotzdem will ein Familiengericht nicht gegen die Kindesmutter vorgehen und den Kindern den Kontakt zu dem Vater mehrere Jahre aussetzen.

    Der Umgangsausschluss endet am 28. Februar 2016.

    Ich habe meine Kinder seit 25.03.2010 dann schon sechs Jahre nicht gesehen. Im Jahre 2009 wurde nur ein begleiteter Umgang befürwortet, weil dies der Forderung der Kindesmutter entsprach.
    Aus den vielen Einzelfällen die hier und woanders vorgetragen wurden, kann man eine absichtliche Familienzerstörung immer dann konstatieren, wenn eine Kindesmutter einen Kontakt nicht möchte. Dem werden die Familiengerichte mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln im Sinne der Kindesmutter nachkommen.
    Rechtlich eine ausweglose Situation für redliche Familienväter, die letztlich nur die Unterhalte der Kinder und geschiedenen Ehefrau ein Leben lang bezahlen dürfen.

  • Die familiengerichtliche Rechtsprechung ist darauf angelegt, Kinder vaterlos aufwachsen zu lassen. Ursächlich dafür ist eine kinderfeindliche Gesinnungsjustiz, die ungestraft tagtäglich den Tatbestand der Rechtsbeugung erfüllt; ein Verbrechen das zu begehen die Entscheidungsträger immer weniger Skrupel haben.
    Zynisch ließe sich auch feststellen, dass Richter und Richterinnen Gefallen daran finden, wenn Eltern sich streiten und Väter hinter ihren Rechten herlaufen müssen.
    Die trotz der Novellierung des § 1626a BGB dümmliche und gesetzeswidrige Begründung der Aufrechterhaltung mütterlicher Alleinsorge kann nicht anders interpretiert werden.

   
© ALLROUNDER

Bolles Newsflash


Es kann auch prägnant, einfach, kurz und verständlich formuliert werden.

Hier zum Nachlesen die Big Five der vom Väter-Netzwerk.de an die künftige Regierungskoalition gerichteten Forderungen:

1 Wechselmodell zum Regelfall erklären

2 Konsequente Durchsetzung des Umgangsrechts

3 Gemeinsames Sorgerecht ab Geburt

4 Qualitätsstandards im Familienrecht

5 Mediation vor kindschaftsrechtlichen Verfahren

Eine Reihenfolge der Postulate erscheint mir nicht zwingend vorgegeben, u.a. weil eine (vernünftige) Mediation die Gleichheit der Eltern vor dem Gesetz, dem Mediator, den Jugendamtlern, den Richtern und den sonstigen Familienkonfliktlösern erfordert.

Zuvörderst gilt:

Weg mit der Sorgerechtapartheid  !

Gemeinsames Sorgerecht von Anbeginn und ohne Wenn und Aber ist nicht alles.

Aber ohne Gleichheit der Eltern durch gemeinsame Obsorge ist alles nichts.

 

 

scheint ein im Familienrecht notwendiger Hinweis zu sein, so wie einst als es noch wenige private Telefonanschlüsse gab und diese Aufforderung, oft ergänzt durch den Hinweis  Nimm Rücksicht auf Wartende, Münzfernsprecher zierte, weil kein Zeittakt für Ortsgespräche galt.

Wer das zweifelhafte Glück hat Gegenstand eines familienpsychologischen Gutachtens zu sein wird den Spruch Fasse dich kurz mit dem Hinweis Denk an die die das Lesen müssen verbinden.

Kein Richter liest hundert Seiten gequirlte Klugheit geldheischender Scharlatane mit dubiosen Psycho-und anderen Titeln, obwohl er die Sülze in Auftrag gab.

Dem sogenannten Kindeswohl sind diese narrativen Elaborate, die auf Spekulationspsychologie, Ideologie und Einteilung der Eltern in gut und schlecht beruhen, abträglich, weil sie einen Zustand beschreiben wie er war und die Lösung des Familienkonflikts allein aufgrund des Zeitverlustes durch die Papiererstellung des Gutachtens verhindern.

Es wird viel geschrieben im deutschen Familienrecht.

Gewiß ist manch Gutes, Durchdachtes, Fundiertes, Schlaues dabei und es werden viele Buchstaben dauerhaft in Papier "gegossen".

Wer schreibt bleibt?

In familiengerichtliche Verfahren betreffend den Umgang und die gemeinsame elterliche Obsorge vom Gericht bestellte "Sachverständige" als Gutachter erwecken mit dem Beschreiben von Papier den Eindruck eines sinnhaften Tuns.

Für die Lösung des Elternkonflikts ist diese Tätigkeit sinnfrei.

Die Fragen bleiben indes.

Wer liest das Niedergeschriebene und was ändern viele Worte und Worthülsen die mit ihrem Papier vergrauen?

Nun hat der größte deutsche Väterverein, eine Interessengemeinschaft die sich als Aufbruch für Kinder versteht, eine Stellungnahme zum Evalationsbericht der Bundesregierung zum Mediationsgesetz von 2012 veröffentlicht.

Neun Seiten Umfang und als PDF herunterzuladen.

Eine Fleißarbeit, etwas Hirn, viel Altbekanntes und fromme Wünsche sowie für den der sich durch das Schriftstück gequält hat ein Fazit:

" Wir würden eine Ausweitung der Mediation im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen.

...

Wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen und Ideen in den angekündigten Diskussionsprozess mit einzubringen."

Nun kann zunächst dahingestellt bleiben mit wen und mit welcher Regierung, mit dem Justizministerium oder dem Superministerium für alle außer Väter, der Väteraufbruch reden will und was gar das Ziel sein könnte.

Geredet wurde oft, nur nie auf gleicher Augen-, Lobby- oder Ideologieebene, quasi genau so wie im Familiengerichtssaal.

Eine VAFK-Stellungnahme zu einem Gesetz das sich, wie die halbgare Sorgerechtsreform vom Mai 2013 u.a. rabulistische Kuriositäten und politische Kabinettstückchen made in germany, kurz und knapp als weiterer familienpolitischer Flop bezeichnen lässt, ist populistisch und überflüssig.

Kluger Schein vermag auch beim Väteraufbruch das Wesen nicht dauerhaft zu übertünchen, weil Nutzen oder Erfolge familiärer Konfliktlösungen durch Mediation so wissenschaftlich belegt sind wie das neuzeitliche Gender Mainstreaming, so unbestimmt wie der juristische Kunstbegriff vom Kindeswohl.

Im Familienrecht wird durchwegs gegaukelt, doch statt die Interessen von Vätern zu vertreten werden diese von ihrem größten bundesweiten Verein mit Trugbildern von  Engagement hinters Licht geführt, vertröstet auf eine Zeit in der die Kindheit und Jugend ihrer entfremdeten Kinder Vergangenheit ist. 

Ein weiterer Ausbau der parasitären Helferindustrie und ein Anbiedern bei Mutterkultlern ist sicher nicht der Weg um das jahrzehntelange Familienunrecht und die staatlich geförderte Familienzerstörung zu beenden und die Praxis der Sorgerechtapartheid  und die Ungleichbehandlung der Eltern endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen.

"Wir würden eine Ausweitung des Wirkens der Helferindustrie im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen?"

 

 

Der tragische Fall von Martin Sprinzl findet seine juristische "Aufarbeitung" und zynischen Abschluss.

http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/buxtehude/panorama/sind-vaeter-bei-sorgerechtsstreitigkeiten-vor-gericht-menschen-zweiter-klasse-d98368.html

Zitiert:

"...alle gegen meinen Sohn erhobenen Vorwürfe (sind) haltlos ", sagt der Vater des Toten."Für Martin kam das zu spät."

Ein Verfahren, dass der Vater gegen die Richterin angestrengt habe, sei eingestellt worden.

Eine Erklärung dazu kann das Buxtehuder Gericht nicht abgeben.

Amtsgerichtsdirektor Dr. Norbert Aping, der selbst Familienrichter ist.

"Diese Fälle sind nicht-öffentlich  und daher kann ich mich dazu nicht äußern."

Er betont, dass einzig das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehe..."

Ach so!

Der Suizid des Vaters war nicht öffentlich.

Wenn der Tod des Vaters denn dem Kindeswohl dient ?!

 

"Der Gesetzgeber  hat das Kindeswohl in die Hände von Stümpern und Dilettanten gelegt:

Familiengerichte, Jugendämter und eine nur an Profit orientierte parasitäre Helferindustrie.

Redliche Väter werden von ihnen ausgegrenzt,  finanziell ruiniert und kriminalisiert. Zum "Wohle" des Kindes.

Wer Elternteile entsorgt ist Teil des Problems",meinte Gerald Emmermann bereits vor Jahren.

 

Wer sich seiner Verantwortung als Familienrichter mit rabulistischen  Phrasen entzieht ebenso, meint Papa Bolle.😈

 

 
Freitag war´s.
Auf dem Programm stand Renovierung.
Der Umgang mit Farbe, Pinsel und Farbroller am Stiel gehört nicht zu meinem täglichen Brot.
Die Sonne hatte sich bereits verabschiedet als ich endlich die wacklige Leiter gegen den bequemen Fernsehsessel eintauschen konnte.
Ich war fertig, k.o.  und froh.
Die Lohnzahlung bestand aus Nackenschmerzen.
Einen Bonus gab es auch.
Gut gekühltes Schwarzbier stand parat.

"Mister Glotzkowsky" lief sich warm.
Freitagabend und Fernsehen?
Heute war meine Frau die Herrin der Fernbedienung.
Bei Arte beendete sie ihr Zapping.

"Ich werde nicht schweigen" hieß der Fernsehfilm mit dem der Sender in die Primetime startete.

"Typischer Rosamunde-Frauen-Film" brubbelte ich und griff nach dem Laptop.
Ich halte mich für multitaskingfähig - zumindest beim sogenannten Wohlfühlfernsehen mit schönen bunten Bildern bei geringer Handlung.
Die Zeit mit Schwarzbier und Freitagabendfilm konnte ich zusätzlich für die Arbeit an meiner Homepage sorgerechtapartheid.de nutzen.

Wie der Film liegt auch der Focus meiner Website auf deutsche Geschehnisse der Nachkriegszeit.
Nun sind zwar die Jahre 1948/49 in Oldenburg nicht so leicht mit den Berlinern von 2003 bis 2017 zu vergleichen, doch staatliches Unrecht offenbart erstaunlich viele Parallelen.
Obwohl das Historienspiel und die gute schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin zunehmend meinen Blick vom Laptop zum Fernseher umleitete, muss ich wohl doch mehrfach, die für mich körperlich ungewohnte Malerei, das Schwingen von Pinsel, Rolle und Bürste, forderte seinen Tribut, in den Sekundenschlaf abgedriftet sein.

Gegen drei viertel Zehn blinzelte ich verschnarcht, sah die letzte Filmeinstellung und las die sich nach oben verschiebende Schrift:

"Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg und seine Abteilung für Familiensachen galt lange als "saubere", rechtstaatliche Einrichtung.

Erst 2067 kam durch die historische Aufarbeitung die Wahrheit ans Licht.

Am Familiengericht wurde Apartheit, die Trennung der Kinder von ihren Vätern, betrieben.

Mangelnde Qualifikation,  ideologische Willkür, brutale Gewalt und manifeste Verletzung von Artikel 1 GG ließ unzählige Kinder  das Trauma des Vaterverlustes erleiden. Eine unbekannte Zahl von Menschen fanden den finanziellen Ruin, erkrankten an seelischen Leiden und gingen in den Tod.

Richter und die Vertreter der Helferindustrie wurden nie für ihre Verbrechen belangt.

Seit 2070 erinnert eine Gedenkstätte an die grausamen Vorfälle...."

Hä ?!
2070.
Der Bildschirm des Laptops blieb dunkel.
Nun war ich doch etwas verdutzt.
2070 - ein Nachkiegsfilm?
Von jetzt auf gleich war ich putzmunter
Das Ende des Arte-Dramas sah gewiss anders aus.
Mich schien nur ein Traum gepackt und genarrt zu haben, aber "Ich werde nicht schweigen" ist ein guter Ansatz (nicht nur als Frauenfilm) gegen die Verdrängung staatlichen Unrechts, gegen die allgegenwärtige Apartheitpraxis der Familiengerichtsbarkeit  im Auftrag der systematischen Familienzerstörer, oder?!

Gegen die Eigenlobhudelei der Täter und Täterinnen hilft kein Schweigen.