Rechtsprechung zum gemeinsamen Sorgerecht

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So funktioniert Apartheid !

www.sorgerechtapartheid.de

 

zur weiteren Gegenvorstellung v. 25.01.2016 und der erneuten Zurückweisung bitte nach unten scrollen

 

"Wenn es der deutschen Familiengerichtsbarkeit erlaubt ist, mit solch dreister Mutwilligkeit, wie sie sich in diesem, meinem Sorgerechtsantrag vorgeschalteten Verfahrenskostenhilfeverfahren manifestiert, Umgangs- und Sorgerrechtsverfahren zu unterdrücken, dann werden elementare Rechtsstaatlichkeitsprinzipien nicht bloß gefährdet und verletzt, sondern vorsätzlich ausgehebelt.

Dann empfehlen wir den dadurch benachteiligten Vätern, das Wohl ihrer Kinder außerhalb der Rechtsordnung, allenfalls unter Berufung auf Art. 20 Abs. 4 GG, durchzusetzen.

Dann ist das Kindeswohl auf dem Hauptbahnhof von Palermo besser aufgehoben, als in Verfahren vor deutschen Familiengerichten oder deutschen Jugendämtern und der von ihnen eingeschalteten profitorientierten Helferindustrie.  

Dann läßt sich das Kindeswohl zuletzt mit einem Kantholz besser schützen als mit Paragraphen!"

 

Auf elterliche Kommunikationsdefizite bezieht sich die deutsche Familienrechtsprechung (mit Ausnahme des brandenburgischen Oberlandesgericht), wenn es darum geht, Vätern das gemeinsame Sorgerecht vorzuenthalten. Damit unterläuft man natürlich auch die ratio legis des aufgrund der Entscheidung des EuGHMR neugefassten § 1626a BGB.

 

Ein einmal gerichtlich zurückgewiesener Sorgerechtsantrag unterliegt hinsichtlich seiner Abänderung nämlich den Voraussetzungen des § 1696 BGB. Und die sind einschränkender!

 

Das kann man durchaus als juristischen Taschenspielertrick bezeichnen. Spätestens nach einem einmal zurückgewiesen Sorgerechtsantrag, kann der EuGHMR der deutschen Familiengerichtsbarkeit nach wie vor den Buckel runterrutschen.

 

Nachdem mir auch von der Rechtsmittelinstanz keine Verfahrenskostenhilfe bewilligt wurde, habe ich mit nachstehender GEGENVORSTELLUNG noch einmal  auf die Einhaltung von Recht und Ordnung, Art. 20 Abs. 3 GG, gedrängt. 

 

 


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"Die Ausführungen zum Umgangsverfahren sind für das hiesige Sorgerechtsverfahren unerheblich",

schreibt Frau Dr. Fritze in ihrer Begründung des unten stehenden Gegenvorstellungsbeschlusses.

Ja, wenn dem so ist, dann bleibt die Frage, warum die in der Vergangenheit liegenden und erledigten Verfahren (es ging darin zu 90% um die Begründung und Durchsetzung von Umgangsrechten) überhaupt als Grund für elterliche Kommunikationsdefizite angeführt wurden und der gemeinsamen Ausübung des elterlichen Sorgerechtes entgegenstehen sollen?!

Die Beendigung solchen "Streites" ist offensichtlich kein "triftiger Grund" i.S.d. § 1696 BGB.
Das bedeutet: Hat sich die Kindsmutter erst einmal erfolgreich mit dem Vater der gemeinsamen Kinder gestritten, dann bedarf es für künftige Sorgerechtsanträge keiner weiteren Begründung mütterlicherseits, um den Antrag leer laufen zu lassen.

Unverständlich ebenso, dass auch der Kindeswille einer inzwischen herangewachsenden Jugendlichen nicht zählt.

Die Berücksichtigung des Kindeswillen ist im Umgangsverfahren des Gert Bollmann von erheblicher Bedeutung, um gegen den Vater entscheiden zu können.
Seine Nichtbeachtung ermöglicht im Sorgerechtsverfahren des Gerald Emmermann das gleiche Ergebnis.

Das zu erklären ist Frau Doktor leider schuldig geblieben.
Für das, was man nicht gewähren will, ist der Kindeswille ganz offensichtlich frei verfügbar: 
Ist das immerhin jugendliche Kind gegen Umgang, dann ist sein Wille erheblich.
Ist das jugendliche Kind für ein gemeinsames Sorgerecht, dann ist sein Wille unerheblich.

Klar: es kommt immer auf den konkreten Einzelfall an.
Aber der muss dann auch individuell geprüft werden!!!

Hat Frau Doktor die Ausführungen ihrer Kollegen beim brandenburgischen Oberlandesgericht nicht gelesen oder bloß nicht verstanden?

Oder liegt der Grund für die mehr als oberflächliche Begründung ihres Gegenvorstellungsbeschlusses darin, den ihr gestellten Fragen auszuweichen?

Wenn es der deutschen Familiengerichtsbarkeit erlaub ist, mit solch dreister Mutwilligkeit Sorgerechts- und Umgangsrechtsverfahren zu unterdrücken, dann werden elementare Rechtsstaatlichkeitsprinzipien nicht bloß gefährdet, sondern vorsätzlich ausgehebelt.

Dann empfehlen wir den dadurch benachteiligten Vätern, das Wohl ihrer Kinder (oder die Abwendung deren Gefährdung) außerhalb der Rechtsordnung, allenfalls unter Berufung auf Art. 20 Abs. 4 GG, durchzusetzen.

"Knüppel aus dem Sack" oder staatlich institutionalisierte Kindeswohlkriminalität !
Armes Deutschland!
Arme Kinder!

 


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weitere Gegenvorstellung 


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erneute Zurückweisung:

 


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Damit dürfte sich der Vorgang für dieses Mal vorerst wieder erledigt haben:

Mama bekommt weiterhin keinen Unterhalt und mein Kind wird von mir "nur" in Angelegenheiten unterstützt, die nicht der Kindsmutter zugute kommen.

Auf die Frage, warum sich ihre Mutter so sehr gegen eine Selbstverständlichkeit sträubt und lieber auf alle, mithin auch finanziellen Vorteile verzichtet, antwortet meine Tochter:

Ihre Mutter müsste bei gemeinsamen Sorgerecht erst mich um Erlaubnis fragen, wenn bspw. anläßlich eines Unfalles schnelle ärztliche Maßnahmen (Operation) getroffen werden müssten.

Und

ich könnte dann -bei gemeinsamen Sorgerecht- ggf durchsetzen, dass meine Tochter künftig bei mir wohnen soll.

Sind das Argumente?

Natürlich! Das sind die Argumente einer dummen Mutter, die sich offensichtlich von Dummen beraten lassen hat.

Und aus Dummheit heraus werden meiner Tochter alle Vorteile einer gemeinsamen elterlichen Erziehung vorenthalten, um die es dem Oberlandesgericht Hamm scheinbar aber gar nicht geht.

Denn das fördert die Sorgerechtsapartheid, weil es angeblich nachteilige Auswirkungen aufgrund eines gemeinsamen Sorgerechtes verhindern will.

Es macht uns Väter so zu familienrechtliche Verhaltensstörer und denkt ernsthaft(?) -das betrifft jetzt die richterliche Naivität- das die Verhinderung der vom Gericht zu erwartenden/ spekulativen Nachteile gegenüber den reellen Vorteilen überwiegt.

Eine Logik, die vernunftbegabten Menschen wohl nur schwer vermittelbar sein dürfte. 

Freu' Dich, Familiengerichtlein du hast erreicht, was Du verhindern zu wollen vorgibst:

                                                                                                            Der Kampf geht weiter! 

 

Hier könnte auch der Passus des Familiengerichts Tempelhof-Kreuzberg, mit dem Gert Bollmann der Umgang mit seiner Tochter verwehrt wird, in leicht abgeänderter Fassung gelten: 

Hinzu kommt, dass das Gericht es weiterhin nicht verstanden hat, dass es neben der rein rechtlichen Dimension, eine weitere viel wichtigere Dimension, nämlich die zwischenmenschliche gibt, die von ihm [dem Gericht] mehr fordert als die Verhinderung des Sorgerechtes eines Vaters.

Sie erfordert Einfühlungsvermögen und Respekt vor der Persönlichkeit und dem Willen des heranwachsenden Kindes, dessen Interessen insbesondere Gerichte zu beachten haben.

 

 

 

 

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  • Schade, dass nicht einmal im Ansatz gesagt wird :"Familienrichter in die Qualifikation" oder "Familienrichter in Psychologiekurse zum Thema "Wie überwinde ich meine berufsbedingte Überheblichkeit?".

    Meiner bescheidenen Meinung nach geht es vorstehend nicht um "richterliche Überheblichkeit" sondern um sich mehr und mehr offenbarende Defizite in der rechtswissenschaftlichen Ausbildung.
    Natürlich darf man als Richterin seine eigene und auch abweichende Meinung haben.
    Man/ frau sollte aber zu erkennen in der Lage sein, ob die eigene Rechtsfindung aufgrund noch zulässiger richterlicher Tatbestandsauslegung erfolgt oder das Ergebnis eines bloß schamanenhaften Transformationsprozesses ist.

    Vor Kaffeesatzleserei, Glaskugel oder Knochenwurf hat man in der juristischen Ausbildung zu meiner Zeit (damals noch an wissenschaftlichen Hochschulen) als Ersatz für von syllogistischer Schlussfolgerung getragener Subsumtion gewarnt!

    Welche Ausbildung heutzutage Grundlage für das Richterpatent ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Vielleicht sieht die Prüfungsordnung für Juristen mittlerweile ein Mul­ti­ple-Choice-Ver­fah­ren vor.
    Das wäre eine Erklärung für gelegentliche Treffer, die keine Korrektur durch das BVerfG oder durch den EuGHMR erfordern.

    Den Paragraphenmagiern unserer Zeit gehört das Handwerk gelegt.
    Ihnen nachzugeben bedeutet Unrecht zu stärken.

  • Sämtliche weiteren im Rahmen der Gegenvorstellung vorgetragenen Einwendungen des Antragsstellers sind bereits im Senatsbeschluss vom 15.12.2015 gewürdigt worden

    Das kann nur als Hinweis darauf verstenden werden, dass Frau Dr. die Gegenvorstellung nicht gelesen hat.
    Andernfalls wäre es eine vorsätzliche Unwahrheit!

  • Ich verfolge die Veröffentlichungen von Sorgerechtsverfahren mit großem Interesse schon seit längerem.
    Mich kann eigentlich nichts mehr überraschen. Es kommt mir aber so vor, als wenn sich unsere Richterschaft keine große Mühe mehr geben muss, weil das Bundesverfassungsgericht mit richterlichen Verfassungsbrüchen überflutet ist und Beschwerden nur noch in extremen Einzelfällen bearbeitet.
    In Deutschland werden Sorgerechte mit einer Leichtfertigkeit entzogen oder nicht zuerkannt, dass man eigentlich keine ausgebildeten Richter benötigt.
    Diese Drecksarbeit kann jeder ehrenwerte Mitarbeiter einer Müllkippe erledigen.

  • Es ist immer höchst ergötzend zu lesen, mit welch intellektueller Schaffenskraft und Rotzigkeit deutsche Richter ihre eigenen Fehler bearbeiten.
    Hätten Schulkinder diese Narrenfreiheit, dann würde auch nach der Korrektur einer Mathearbeit die Aufgabe 1plus 1 als richtige Lösung eine 5 anzeigen.

    Indes:
    Fritzes Entscheidung stimmt uns heiter, weiß doch Frau Doktor mit ihrem Latein nicht weiter.
    Bescheidlosstellung das war nix.

    "....,dass weitere Gegenvorstellungen...nicht mehr beschieden werden."

    Dit is aba liebensjewürzig!
    Das ist nicht nur die freiwillige Abgabe des Offenbarungseides einer Robe - Chapeau! - sondern die Adelung des antragstellenden Vaters, quasi der Ritterschlag zum jur. Querulanten.

    "Querulanz ist weder eine Geisteskrankheit noch ein die Geschäfts-, Prozeß- oder Zurechnungsfähigkeit berührender Zustand, sondern die hartnäckige Kritik und furchtloser Widerspruch gegen irgendwelche Zu- oder Mißstände, meistens besonders intelligenter und sensibler Menschen, gewiß oft überzogen und eskalierend bis zum Exzeß. "Querulant" war z.B. Michael Kohlhaas, "Querulanten" waren aber auch Luther, Voltaire, Galilei und Giordano Bruno, Fritz Reuter, Heinrich Mann. "Querulanten" sind Martin Niemöller, Sacharow und Solchenizyn.
    Wenn es keine Querulanten gäbe, wäre die Welt ärmer."

    (Zitat:Joachim Hellmer: Verfassungs-Schutz-Verein: Gutachten als Waffe gegen "Querulanten"
    bzw. hier http://www.locus24.de/psy-0006.html
    und hier http://de.wikimannia.org/Querulantentum )

    Wer kennt noch die Namen der Richter von Kohlhaas und all den anderen?

    Zum Glück nicht Fritze sondern Gert Bollmann
    mit einem "Weiter so!"

  • Geh gleich wieder hin!
    Dem BGB wurde nicht entsprochen also machen die es eben nochmal.

    Meine Richterin wird in den nächsten 5 Jahren die noch verbleiben einen Marathon hinlegen. Ich bin gespannt was passieren muss damit das BGB Gültigkeit bekommt. Selbstverständlich wird alles veröffentlicht das Internet vergisst nie.

  • Wenn ich das Verfahren rechtshängig zu machen beantrage, dann muss ich Gerichtskostenvorschuss einzahlen und würde danach mit der Begründung, mit der der Verfahrenskostenhilfeantrag zurückgewiesen wurde, abgewiesen werden.
    Außer Spesen - nichts gewesen.
    Und der Staat würde sich über den Gerichtskostenvorschuss freuen!

  • dann muss ich Gerichtskostenvorschuss einzahlen


    durch meine Verweigerungshaltung der Auskunft und des Geldes " KEIN KIND KEIN GELD " mussten sich die Hamburger einen anderen Weg suchen. Jetzt holen sie sich das Geld vom Steuerzahler, ich hätte die verhungern lassen.

    Ich sollte mal näher prüfen in wie weit man hier von Steuerbetrug sprechen kann.

  • Entrichtet eine werdende Mutter im Kreißsaal einen Kostenvorschuss für das Sorgerecht? Wird bei Nichtzahlung die Geburt abgebrochen?
    Es ist doch abartig Väter abzukassieren während Müttern Kostenfreiheit zugestanden wird.

    Roben sind austauschbar. Dabei bleibt ihr Wirken stets verheerend für Vater und Kind.
    Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen des Austauschs einer Familienrichterin mit Doktortitel gegen eine Richterin am Landgericht mit Doppelnamen aufgrund des Schwangerschaftsurlaubs der Promovierten.Der Sinn der Vertretung bestand nicht in der Durchsetzung von Kinderrechten auf Umgang sondern im (Verfahrens-) timeout.
    ( siehe hierzu http://sorgerechtapartheid.de/historie.html unter Ziffer VI. bis - und "Endlösung" am 13.05.2014)

    Mit der rechtswidrigen Forderung auf Zahlung eines Kostenvorschusses leistete die Richterin am LG Beihilfe zur Entfremdung.
    Es dauerte seine Zeit und viele Schreiben bis die Schwangerschaftsvertretung sich zu einem Tätigwerden bemüßigte und meine Rechtshinweise überhaupt zur Kenntnis nahm.
    Offenbar war das richterliche Wissen frei von Folgendem:
    § 155 Beschleunigungsgebot FamFG
    § 12 Grundsatz des Gesetzes über Gerichtskosten in Familiensachen (FamGKG)
    "In weiterem Umfang als das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, die Zivilprozessordnung und dieses Gesetz es gestatten, darf die Tätigkeit des Familiengerichts von der Sicherstellung oder Zahlung der Kosten nicht abhängig gemacht werden."
    und auch bzgl.
    OLG Saarbrücken Beschluß vom 10.10.2011, 6 WF 104/11
    Leitsätze
    1. Stellt ein Elternteil einen Antrag auf Regelung des Umgangsrechts, so darf das Gericht das Betreiben des Verfahrens nicht von der Zahlung eines Kostenvorschusses abhängig machen.
    2. Im Kindschaftsverfahren ist bei der Beurteilung, ob eine die Untätigkeitsbeschwerde rechtfertigende unzumutbare Verfahrensverzögerung vorliegt, auch der Vorrang- und Beschleunigungsgrundsatz des § 155 FamFG in den Blick zu nehmen.

    Wer kann schon erwarten,dass eine Richterin die zum Tätigwerden getragen werden muss und zugleich von einem Vater über geltendes Recht aufgeklärt werden muss,
    das eine derartige Richterin im Schulterschluss mit ihresgleichen,dann auch tatsächlich Recht umsetzt und vielleicht von selbst auf die Idee kommen könnte Paragraph 81 Absatz 1 Satz 2 FamFG anzuwenden ?
    Ein herrlicher Satz! Eine herrliche Fragestellung.
    In Ermangelung von in Betrieb befindlichen Guillotinen für Männer und Väter müssen Familienrichterinnen die Keule des Kostenrechts notgedrungen nutzen um ihren Geschlechtsgenossinnen Beistand und Opferschutz zu gewähren,oder?

    http://www.vaeternotruf.de/kostenrecht.htm

  • Wenn ich das Verfahren rechtshängig zu machen beantrage, dann muss ich Gerichtskostenvorschuss einzahlen


    Also ich sehe das Kindeswohl in Gefahr. Das Gericht müsste von Amtswegen schon selber tätig werden. Sie werden wohl auf ihren heiß begehrten Vorschuss verzichten müssen.
    Das BGB dient unter anderem ja dem Kindeswohl.

  • Kann ein Vater das Kindeswohl überhaupt in Gefahr wähnen?

    Der Begriff Kindeswohl ist ein Spielzeug von Juristen.
    Richter interessieren Interessen von Kindern und Nichtmüttern nicht die Bohne.

    Dennoch viel Glück,Sven!

   
© ALLROUNDER

Bolles Newsflash


Es kann auch prägnant, einfach, kurz und verständlich formuliert werden.

Hier zum Nachlesen die Big Five der vom Väter-Netzwerk.de an die künftige Regierungskoalition gerichteten Forderungen:

1 Wechselmodell zum Regelfall erklären

2 Konsequente Durchsetzung des Umgangsrechts

3 Gemeinsames Sorgerecht ab Geburt

4 Qualitätsstandards im Familienrecht

5 Mediation vor kindschaftsrechtlichen Verfahren

Eine Reihenfolge der Postulate erscheint mir nicht zwingend vorgegeben, u.a. weil eine (vernünftige) Mediation die Gleichheit der Eltern vor dem Gesetz, dem Mediator, den Jugendamtlern, den Richtern und den sonstigen Familienkonfliktlösern erfordert.

Zuvörderst gilt:

Weg mit der Sorgerechtapartheid  !

Gemeinsames Sorgerecht von Anbeginn und ohne Wenn und Aber ist nicht alles.

Aber ohne Gleichheit der Eltern durch gemeinsame Obsorge ist alles nichts.

 

 

scheint ein im Familienrecht notwendiger Hinweis zu sein, so wie einst als es noch wenige private Telefonanschlüsse gab und diese Aufforderung, oft ergänzt durch den Hinweis  Nimm Rücksicht auf Wartende, Münzfernsprecher zierte, weil kein Zeittakt für Ortsgespräche galt.

Wer das zweifelhafte Glück hat Gegenstand eines familienpsychologischen Gutachtens zu sein wird den Spruch Fasse dich kurz mit dem Hinweis Denk an die die das Lesen müssen verbinden.

Kein Richter liest hundert Seiten gequirlte Klugheit geldheischender Scharlatane mit dubiosen Psycho-und anderen Titeln, obwohl er die Sülze in Auftrag gab.

Dem sogenannten Kindeswohl sind diese narrativen Elaborate, die auf Spekulationspsychologie, Ideologie und Einteilung der Eltern in gut und schlecht beruhen, abträglich, weil sie einen Zustand beschreiben wie er war und die Lösung des Familienkonflikts allein aufgrund des Zeitverlustes durch die Papiererstellung des Gutachtens verhindern.

Es wird viel geschrieben im deutschen Familienrecht.

Gewiß ist manch Gutes, Durchdachtes, Fundiertes, Schlaues dabei und es werden viele Buchstaben dauerhaft in Papier "gegossen".

Wer schreibt bleibt?

In familiengerichtliche Verfahren betreffend den Umgang und die gemeinsame elterliche Obsorge vom Gericht bestellte "Sachverständige" als Gutachter erwecken mit dem Beschreiben von Papier den Eindruck eines sinnhaften Tuns.

Für die Lösung des Elternkonflikts ist diese Tätigkeit sinnfrei.

Die Fragen bleiben indes.

Wer liest das Niedergeschriebene und was ändern viele Worte und Worthülsen die mit ihrem Papier vergrauen?

Nun hat der größte deutsche Väterverein, eine Interessengemeinschaft die sich als Aufbruch für Kinder versteht, eine Stellungnahme zum Evalationsbericht der Bundesregierung zum Mediationsgesetz von 2012 veröffentlicht.

Neun Seiten Umfang und als PDF herunterzuladen.

Eine Fleißarbeit, etwas Hirn, viel Altbekanntes und fromme Wünsche sowie für den der sich durch das Schriftstück gequält hat ein Fazit:

" Wir würden eine Ausweitung der Mediation im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen.

...

Wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen und Ideen in den angekündigten Diskussionsprozess mit einzubringen."

Nun kann zunächst dahingestellt bleiben mit wen und mit welcher Regierung, mit dem Justizministerium oder dem Superministerium für alle außer Väter, der Väteraufbruch reden will und was gar das Ziel sein könnte.

Geredet wurde oft, nur nie auf gleicher Augen-, Lobby- oder Ideologieebene, quasi genau so wie im Familiengerichtssaal.

Eine VAFK-Stellungnahme zu einem Gesetz das sich, wie die halbgare Sorgerechtsreform vom Mai 2013 u.a. rabulistische Kuriositäten und politische Kabinettstückchen made in germany, kurz und knapp als weiterer familienpolitischer Flop bezeichnen lässt, ist populistisch und überflüssig.

Kluger Schein vermag auch beim Väteraufbruch das Wesen nicht dauerhaft zu übertünchen, weil Nutzen oder Erfolge familiärer Konfliktlösungen durch Mediation so wissenschaftlich belegt sind wie das neuzeitliche Gender Mainstreaming, so unbestimmt wie der juristische Kunstbegriff vom Kindeswohl.

Im Familienrecht wird durchwegs gegaukelt, doch statt die Interessen von Vätern zu vertreten werden diese von ihrem größten bundesweiten Verein mit Trugbildern von  Engagement hinters Licht geführt, vertröstet auf eine Zeit in der die Kindheit und Jugend ihrer entfremdeten Kinder Vergangenheit ist. 

Ein weiterer Ausbau der parasitären Helferindustrie und ein Anbiedern bei Mutterkultlern ist sicher nicht der Weg um das jahrzehntelange Familienunrecht und die staatlich geförderte Familienzerstörung zu beenden und die Praxis der Sorgerechtapartheid  und die Ungleichbehandlung der Eltern endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen.

"Wir würden eine Ausweitung des Wirkens der Helferindustrie im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen?"

 

 

Der tragische Fall von Martin Sprinzl findet seine juristische "Aufarbeitung" und zynischen Abschluss.

http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/buxtehude/panorama/sind-vaeter-bei-sorgerechtsstreitigkeiten-vor-gericht-menschen-zweiter-klasse-d98368.html

Zitiert:

"...alle gegen meinen Sohn erhobenen Vorwürfe (sind) haltlos ", sagt der Vater des Toten."Für Martin kam das zu spät."

Ein Verfahren, dass der Vater gegen die Richterin angestrengt habe, sei eingestellt worden.

Eine Erklärung dazu kann das Buxtehuder Gericht nicht abgeben.

Amtsgerichtsdirektor Dr. Norbert Aping, der selbst Familienrichter ist.

"Diese Fälle sind nicht-öffentlich  und daher kann ich mich dazu nicht äußern."

Er betont, dass einzig das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehe..."

Ach so!

Der Suizid des Vaters war nicht öffentlich.

Wenn der Tod des Vaters denn dem Kindeswohl dient ?!

 

"Der Gesetzgeber  hat das Kindeswohl in die Hände von Stümpern und Dilettanten gelegt:

Familiengerichte, Jugendämter und eine nur an Profit orientierte parasitäre Helferindustrie.

Redliche Väter werden von ihnen ausgegrenzt,  finanziell ruiniert und kriminalisiert. Zum "Wohle" des Kindes.

Wer Elternteile entsorgt ist Teil des Problems",meinte Gerald Emmermann bereits vor Jahren.

 

Wer sich seiner Verantwortung als Familienrichter mit rabulistischen  Phrasen entzieht ebenso, meint Papa Bolle.😈

 

 
Freitag war´s.
Auf dem Programm stand Renovierung.
Der Umgang mit Farbe, Pinsel und Farbroller am Stiel gehört nicht zu meinem täglichen Brot.
Die Sonne hatte sich bereits verabschiedet als ich endlich die wacklige Leiter gegen den bequemen Fernsehsessel eintauschen konnte.
Ich war fertig, k.o.  und froh.
Die Lohnzahlung bestand aus Nackenschmerzen.
Einen Bonus gab es auch.
Gut gekühltes Schwarzbier stand parat.

"Mister Glotzkowsky" lief sich warm.
Freitagabend und Fernsehen?
Heute war meine Frau die Herrin der Fernbedienung.
Bei Arte beendete sie ihr Zapping.

"Ich werde nicht schweigen" hieß der Fernsehfilm mit dem der Sender in die Primetime startete.

"Typischer Rosamunde-Frauen-Film" brubbelte ich und griff nach dem Laptop.
Ich halte mich für multitaskingfähig - zumindest beim sogenannten Wohlfühlfernsehen mit schönen bunten Bildern bei geringer Handlung.
Die Zeit mit Schwarzbier und Freitagabendfilm konnte ich zusätzlich für die Arbeit an meiner Homepage sorgerechtapartheid.de nutzen.

Wie der Film liegt auch der Focus meiner Website auf deutsche Geschehnisse der Nachkriegszeit.
Nun sind zwar die Jahre 1948/49 in Oldenburg nicht so leicht mit den Berlinern von 2003 bis 2017 zu vergleichen, doch staatliches Unrecht offenbart erstaunlich viele Parallelen.
Obwohl das Historienspiel und die gute schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin zunehmend meinen Blick vom Laptop zum Fernseher umleitete, muss ich wohl doch mehrfach, die für mich körperlich ungewohnte Malerei, das Schwingen von Pinsel, Rolle und Bürste, forderte seinen Tribut, in den Sekundenschlaf abgedriftet sein.

Gegen drei viertel Zehn blinzelte ich verschnarcht, sah die letzte Filmeinstellung und las die sich nach oben verschiebende Schrift:

"Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg und seine Abteilung für Familiensachen galt lange als "saubere", rechtstaatliche Einrichtung.

Erst 2067 kam durch die historische Aufarbeitung die Wahrheit ans Licht.

Am Familiengericht wurde Apartheit, die Trennung der Kinder von ihren Vätern, betrieben.

Mangelnde Qualifikation,  ideologische Willkür, brutale Gewalt und manifeste Verletzung von Artikel 1 GG ließ unzählige Kinder  das Trauma des Vaterverlustes erleiden. Eine unbekannte Zahl von Menschen fanden den finanziellen Ruin, erkrankten an seelischen Leiden und gingen in den Tod.

Richter und die Vertreter der Helferindustrie wurden nie für ihre Verbrechen belangt.

Seit 2070 erinnert eine Gedenkstätte an die grausamen Vorfälle...."

Hä ?!
2070.
Der Bildschirm des Laptops blieb dunkel.
Nun war ich doch etwas verdutzt.
2070 - ein Nachkiegsfilm?
Von jetzt auf gleich war ich putzmunter
Das Ende des Arte-Dramas sah gewiss anders aus.
Mich schien nur ein Traum gepackt und genarrt zu haben, aber "Ich werde nicht schweigen" ist ein guter Ansatz (nicht nur als Frauenfilm) gegen die Verdrängung staatlichen Unrechts, gegen die allgegenwärtige Apartheitpraxis der Familiengerichtsbarkeit  im Auftrag der systematischen Familienzerstörer, oder?!

Gegen die Eigenlobhudelei der Täter und Täterinnen hilft kein Schweigen.