Wenn das Kind im Brunnen liegt ...

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"Den brunnen schliessen, so das kindt ersoffen ist" 
 
lautete der Spruch den Sebastian Frank bereits 1541 in seine Sprichwortsammlung aufnahm.
 
"Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, deckt man ihn zu" (oder trägt eine Robe). 
An dieses Sprichwort fühle ich mich erinnert beim Lesen von Entscheidungen deutscher Familiengerichte der Gegenwart, auch, weil - naturgegeben - das Wohl des Kindes immer gefährdet ist.
Denn dass bei familiengerichtlichen Verfahren betreffend den Umgang und das Sorgerecht das Kind bereits im Brunnen liegt, ist eigentlich auch Richtern klar, obwohl sie sich mit unverschämten Väterbashing und Brutalität gegen Kinder ihrer urigen Aufgabe entziehen und Wasser in den Brunnen füllen wenn das in den Brunnen gefallene Kind noch nicht ganz ersoffen ist.
 
So geschehen jüngst bei der Frage, ob ein Vater seinem Kind monatlich einen Brief schreiben darf.
 
Herr Rainer Groth, Frau Heike Hennemann und Herr Dr. Martin Menne, allesamt Richter des Kammergerichts (und mindestens genauso hoch qualifiziert wie ihre Kollegen des 14. Zivilsenats beim OLG Naumburg im Fall Görgülü), haben das von der Richterin am Amtsgericht Dr. Stephanie Wahsner verhängte Briefschreibverbot als Bestandteil des verfügten Kontaktverbotes zwischen Vater und Kind bestätigt.
 
Den Wortlaut des Beschlusses des Kammergerichts vom  09.März 2016 zur Geschäftsnummer 13 UF 23/16 finden Sie hier:
 
Nicht Nachrichten von Krieg und Terrorismus, weder rechte noch linke Gewalt, nicht Not, Hunger, Genderideologie, Kriminalität, Prostitution, Krankheiten, nicht Rechtsbrüche und Lügen regierender Politiker, nicht Jugendämter, Pinocchio-Gerichte, private oder öffentlich-rechtliche Sendestationen, nicht die Lügenpresse, Computerspiele oder gar der Straßenverkehr gefährden das Wohl deutscher Kinder, nein, es sind geschriebene Worte.
Briefe des Vaters sind die Gefahr!
Das meinen zumindest die Rabulistiker im Gerichtsbezirk der Hauptstadt.
 
Wären Sie auf Anhieb d'raufgekommen?
Dann lesen Sie ´mal, was Richter als Begründung verkaufen.
Das ist abwegig und nur noch "kneifzangenlustig". 
(Ich will den Straftatbestand der Beleidigung nicht erfüllen!)
 
Rotzfrech wird auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Bezug genommen während gleichzeitig die einstimmig angenommene Resolution 2079 des Europarates von 02.10.2015  - Equality and shared parental responsibility: the role of fathers (Gleichheit und gemeinsame elterliche Verantwortung: die Rolle der Väter) vom Senatsdreigestirn niedergewalzt wird. 
 
Dreistigkeit kennt keine Grenzen.
 
Und ganz nebenbei wird der § 1696 BGB ausgehebelt um den weiteren Missbrauch des Kindes sicherzustellen.
So tragen Groth, Hennemann und Menne vor:
 
"Bei dieser Regelung handelt es sich um eine Schutzvorschrift zugunsten des Kindes und zur Stabilisierung seines familiären Umfeldes; die Regelung bezweckt, das Kind vor fortwährenden gerichtlichen Verfahren zu schützen. Es soll davor bewahrt werden, ohne triftigen Anlass sich wiederholt gegenüber dem Gericht, dem Verfahrensbeistand oder dem Jugendamt erklären zu müssen."
 
So ist es!
 
Doch die Vorschrift dient andererseits NICHT dazu den Missbrauch durch kindeswohlwidriger Entscheidungen zu zementieren oder zu intensivieren:
"Das Kind ist nun mal in den Brunnen gefallen!  
Und solange nicht zu befürchten ist, dass es dort ertrinkt, lassen wir es darin um es durch Befreiungsmaßnahmen nicht zu verletzen?"
 
Auch nach § 1696 BGB bedarf es mit Blick auf den hier wieder einmal arg strapazierten unbestimmten Rechtsbegriff des Kindeswohls einer Abwägung zwischen der Belastung durch nicht endende Verfahren und der Chance, das Kind aus der kindeswohlverbrecherischen Indoktrination  seiner Mutter zu befreien.
Diese Chance habe die Richter des Kammergerichts offensichtlich bewußt nicht wahrgenommen.
 
Das nenne ich unterlassene Hilfeleistung und Flucht vor Verantwortung!
 
Oder nehmen die ehrenwerten Richter an, die Mutter würde die Zeit bis zum Ablauf des Briefschreib-verbotes nutzen um ihrer Verantwortung gerecht zu werden die Umgangskontakte mit dem Vater nicht nur zuzulassen, sondern auch positiv zu fördern?
 
"Ordnungsstrafe Briefschreibverbot" (bitte nicht googeln!) 
 
Die Seele meiner Tochter ist mit juristischer Beihilfe dauerhaft "ersoffen" oder besser formuliert "ertränkt". Das ist nicht einmal mehr "kneifzangenlustig" sondern perfide und pervers, oder ?!
 
Einziger Strohhalm für das Kind bleiben die Briefe des Vaters die (weiter) im Internet veröffentlicht werden.
 
Richterliche Klugheit scheint unheilbar ...
Väter haben das (Schein-) Recht einen Antrag nach
§ 1696 BGB zu stellen! Mehr aber auch nicht !!
 
"Triftige" oder "nachhaltige Gründe" um einen solchem Antrag zu entsprechen gibt es indes nicht.
 
Gert Bollmann
19.März 2016
 
Den Kommentar "... einfach nur erbärmlich" lesen Sie bitte hier 

Aufruf, den Europarat zu informieren

 

mit Freude stellen wir fest, daß anderswo (http://www.lessentiel.lu/de/news/luxemburg/story/Familienrecht-Reform-soll-Ende-2016-stehen-30046211) jetzt deutliche Reformen im Familienrecht stattfinden.

Deutschland wurde mehrmals von Europa ermahnt sein Familienrecht auf Stand zu bringen.
Auch richtete sich die Resolution 2079 aus Oktober (http://assembly.coe.int/nw/xml/XRef/Xref-XML2HTML-EN.asp?fileid=22220) besonders an Länder wie Deutschland.

Aber was passiert in Deutschland zum Thema Kindesinteresse, Gleichberechtigung und Wechselmodell? Genau! Garnichts! Dabei gibt die Resolution 2079 den exakten Fahrplan zu einem guten Familienrechtssystem!

Bei uns möchte man Studien und Erfahrungen aus anderen Ländern nicht kennen und jetzt lieber erstmal selber 2 Jahre lang das Wechselmodell studieren. Um dies dann lange zu diskutieren, zu verwerfen und dann neu zu starten. Aber alles, was es zu dem Thema Wechselmodell zu wissen gibt, erschien bereits mit einem 900 Seiten starken Buch im Jahre 2013, wo die weltweiten Kenntnisse zusammen getragen sind. Dieses Buch ist öffentlich zu erwerben. Auch für Bundesregierungen und Familienministerien. Ist das Rad eine deutsche Erfindung, oder sollten wir lieber Studien dazu machen, ob es sich dreht?

Wenn Sie der Meinung sind, daß man in Deutschland die Europarat-Resolution 2079 ignoriert, daß Politiker sich zurückziehen mit „Da müssen wir erstmal eigene Studien zu machen“, dann informieren Sie den Europarat. Er muß aus den einzelnen Staaten Feedback zu seiner Arbeit bekommen. Wenn er nicht genug Hinweise bekommt, kann er nicht reagieren. Schreiben Sie an den Europarat. Erzählen Sie, was Sie in Deutschland dazu erleben. In zwei Sätzen, oder auf zwei Seiten. Aber geben Sie Feedback.

Ist das Wechselmodell (es beginnt ab einer Zeitverteilung von 30:70) ein Wahlkampfthema? Wie viele Parteien behandeln dies in Ihren Programmen? Was sagen Politiker, wenn man sie fragt, z.B. auf:www.abgeordnetenwatch.de ? Was aus der Resolution 2079 wird überhaupt jetzt umgesetzt?

Ich war überrascht, daß selbst vom Verein Mütterlobby deutliche Kritik an unserem Familienrechtssystem geübt wird. Und daß obwohl Mütter, im Vergleich zu Vätern, bisher von Jugendämtern und Gerichten sehr …“pfleglich“ behandelt werden. Aber in einem Zeitungsinterview (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Der-Kampf-ums-Kind-artikel9388969.php) sagt selbst die Vorsitzende von Mütterlobby, Frau Barbara Thieme:

„Ein Richter mag ein sehr guter Jurist sein, aber wie man eine Kindesanhörung durchführt, erfährt er in seinem Studium nicht. Und den Verfahrensbeistand, das ist der Anwalt des Kindes, wählt der Richter aus. Ebenso den Gutachter. Für beide Berufsgruppen gib es keine festgeschriebene Mindestqualifikation. Hinzu kommt, dass es keine wissenschaftlichen Anforderungen gibt, wie ein Gutachten in Kundschaftssachen aussehen muss. Was da zuweilen drin steht, gleicht einer Schlammschlacht. Unser Familienrechtssystem muss an etlichen Stellen dringend reformiert werden.“

Die Kontaktdaten des Europarates finden Sie hier:
http://de.strasbourg-europe.eu/europarat,41168,de.html Email : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wenn Sie es nicht tun, tut es keiner. 

 

Quelle: openPetition

 

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Personen in dieser Konversation

  • So arg es für die Väter auch klingen mag, Väter sollten sich mental darauf einstellen, ohne jeden weiteren Kontakt mit den eigenen Kindern weiter zu leben. Die Zeit entfremdet alle Menschen. Gerade Kinder deren Entwicklung Väter nicht miterleben dürfen, sind für die Väter für immer verloren.
    Die schrecklichen Kindesmütter und ihre Verwandten sind in der Sache so skrupellos, das sie bewusst und niederträchtig den Vater aus dem Leben der eigenen Kinder reissen. Das tun sie mit unglaublichen Lügen vor den Familiengerichten Deutschlands, ohne das diees die Kindesmütter je behelligen.

    Väter werden von diesen Institutionen auf den Akt des Lebensspenders und Unterhaltserbringers, für besonders gierige Kindesmütter, reduziert. Es wäre für jeden Vater einfacher wenn er wüsste, worauf er sich bei dem Akt des Kinderzeugens einliesse.

    Wenn jedem Vater bewusst wäre, das er kein verfolgbares Recht auf Umgang mit seinen eigenen Kindern hat, wenn es die Kindesmutter nicht erlaubt, würde mann sich dieses emotionale Abenteuer bestimmt nicht mehr leisten. Besonders in dem Hinblick darauf, das 80% der Väter den Kontakt zu ihren eigenen Kindern spätestens nach zwei Jahren gänzlich verlieren.

  • "Das grösste Problem und die grösste Gefahr, nach dem Jugendamt, sind unbelehrbare erheblich mangelhaft ausgebildete, sozial inkompetente Familienrichter an den Amts-und Oberlandesgerichten.
    Im EU-Parlament spricht man von Kinderfolter in Deutschland!
    Fehler im System, die nicht mehr zu verleugnen sind!

    Alle Parteien unterstützen dieses Kindesraubsystem im rechtsfreien Raum? "

    Das ist ein Zitat aus dem ausgeblogten (aber zum Info-Glück noch online erreichbaren) http://jugendamtwatch.blogspot.de
    Eine klare und präzise Zustandsbeschreibung. Gefahr erkannt!Redliche Väter sind gefordert-Widerstand Pflicht!

    Kreidekreismütter benutzen "nur" ein ihnen zur Verfügung gestelltes Unterdrückungssystem das Legalität vortäuscht.
    Was war in Deutschland nicht schon alles "legal" und geltendes Recht?
    Kein noch so großes Verbrechen hat dauerhaft Bestand (auch wenn bisher noch nach jedem Systemwechsel die alte Juristenkaste unbestraft obenauf schwamm).

    Das ist für die gegenwärtige Vätergeneration und ihre Traumatisierung, für die missbrauchten Kinder und ihre Zukunft nur ein schwacher Trost - ABER letztlich Gewissheit.

   
© ALLROUNDER

Bolles Newsflash

Es gibt keinen Mitarbeiter mit dem Namen Ebenezer Scrooge bei einem Berliner Jugendamt oder Familiengericht.

Bei diesen Einrichtungen kann, unabhängig vom sozialen Konstrukt des Geschlechts, niemand durch den Geist der Weihnacht geläutert werden.

 

"Weihnachten ist eher ungeeignet um den Umgang des Vaters mit seinem Kind anzubahnen und zuzulassen,"  glaubt ein Jugendamtmitarbeiter zu wissen und übermittelt seine Auffassung als "Stellungnahme" an das Familiengericht.

In Deutschland gibt es Glaubens- und Meinungsfreiheit. Auch für Jugendamtler.

Die dem Gericht übersandte Auffassung zur Leitkultur im Allgemeinen und der Adventszeit  im Besonderen trifft auf eine Glaubensgenossin in der Person der zuständigen Familienrichterin.

Diese bezieht sich auf das nicht begründete, diffuse Glaubensbekenntnis und verbietet Vater und Kind die Beziehungspflege in der Weihnachtszeit.

Beweislastumkehr  für Santa Claus.

Ungericht und Frevel am Kind und seinen Vater.

Tja, "liebe Fachkräfte des Kindeswohls", welche Jahreszeit und welcher Anlass wären geeigneter als die Zeit der Weihnacht um Menschen und Familien, um Vater und Kind, wieder einander näher zu bringen ?

Auch Väter sind Menschen.

Würde ich mein Haus mit einer weihnachtlichen Lichterkette schmücken bei der jedes LED für ein Kind steht dem in den vergangenen Jahrzehnten, nach der Trennung der Eltern der Vater genommen wurde und die durch Kreidekreismütter und unter Beihilfe zahlreicher Vertreter der Quadriga der Familienzerstörung das Trauma des Vaterverlustes erleiden mussten, hätte ich den hellsten Lichtpunkt im Land Berlin, sichtbar bis zum Nordpol, ein Licht heller als der Stern von Bethlehem.

Möge die Weihnachtszeit allen vom deutschen Familienunrecht Betroffenen Kraft und Zuversicht bescheren.

Bleibt gesund und auch im nächsten Jahr an der Seite Eurer Kinder.

Lasst sie nicht mit Fanatikern alleine! 

 

Zum Weiterlesen "Meine abendländische Weihnachtsgeschichte"hier anklicken

 

 


Was es so alles gibt.

Da vermutet eine Berliner Amtsrichterin nach der Verkündung ihres Urteils wegen Kindesentführung "Strukturen" die die Tat ermöglichten.

Beim Vermuten bleibt es. Die gut organisierte Mütterlobby kann weiter machen. Auf andere Richterinnen und andere Gerichte ist immerhin Verlaß.

Arne Hoffmann fragt,ob der deutsche Staat verbrecherische Kindesentziehung unterstützt, während Martin Deeg

( erlebnisbegründet) deutlicher wird.

Keine staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen einen Mütterverein wegen Arbeitsüberlastung.

Vielleicht bindet der Kampf zum Schutz von Frauen vor Gewalt die Kapazitäten. Es müssen halt Prioritäten gesetzt werden. Angrabschschutz oder Kinderrechte.Und jetzt gibt es noch weibliche strafrichterliche Gewalt gegen eine Frau und Mutter.Wer will da schon bei der Staatsanwaltschaft tätig werden und die Rübe hinhalten bei geschlechtergerechter Strafverfolgung?

Ist die Frage nach der staatlichen Unterstützung des Frevels an Kindern nicht längst beantwortet und die folgenlose richterliche Vermutung nur Ausdruck von Lebensferne ?

Schöne wundersame Welt des Mutterwohls mit seinen Einzelfällen wo eine Vermutung von Strukturen bereits revolutionär erscheint.

Die tatsächliche Umsetzung des Urteils bleibt abzuwarten, auch weil der Vater derzeit "nur" das vorläufige Sorgerecht ausüben darf und die  landläufige familiengerichtliche Praxis die der Sorgerechtapartheid ist.

Bisher wurde die Entsorgung, Inhaftierung und sogar der Suicid von Vätern als kindeswohldienlich betrachtet.Das Strafrechtsurteil der Richterin Ulrike Hauser nimmt dem Kind (theoretisch) für zwei Jahre die Mutter. Im vorliegenden Fall offensichtlich juristisch gerechtfertigt. Ob es den Interessen des Kindes entspricht vermag ich nicht zu beurteilen.

Die Mutter ist zweifelsfrei eine Wiederholungstäterin.

Doch nicht weniger Schuld obliegt den Vertretern der Helferindustrie die pathogenes Erziehungsverhalten von Kreidekreismüttern in ihren ideologischen und pekuniären Interesse schamlos ausnutzen.

Ich will nicht spekulieren.

Das können Familienrichterinnen und ihre Kalfaktoren besser...


Es kann auch prägnant, einfach, kurz und verständlich formuliert werden.

Hier zum Nachlesen die Big Five der vom Väter-Netzwerk.de an die künftige Regierungskoalition gerichteten Forderungen:

1 Wechselmodell zum Regelfall erklären

2 Konsequente Durchsetzung des Umgangsrechts

3 Gemeinsames Sorgerecht ab Geburt

4 Qualitätsstandards im Familienrecht

5 Mediation vor kindschaftsrechtlichen Verfahren

Eine Reihenfolge der Postulate erscheint mir nicht zwingend vorgegeben, u.a. weil eine (vernünftige) Mediation die Gleichheit der Eltern vor dem Gesetz, dem Mediator, den Jugendamtlern, den Richtern und den sonstigen Familienkonfliktlösern erfordert.

Zuvörderst gilt:

Weg mit der Sorgerechtapartheid  !

Gemeinsames Sorgerecht von Anbeginn und ohne Wenn und Aber ist nicht alles.

Aber ohne Gleichheit der Eltern durch gemeinsame Obsorge ist alles nichts.

 

 

scheint ein im Familienrecht notwendiger Hinweis zu sein, so wie einst als es noch wenige private Telefonanschlüsse gab und diese Aufforderung, oft ergänzt durch den Hinweis  Nimm Rücksicht auf Wartende, Münzfernsprecher zierte, weil kein Zeittakt für Ortsgespräche galt.

Wer das zweifelhafte Glück hat Gegenstand eines familienpsychologischen Gutachtens zu sein wird den Spruch Fasse dich kurz mit dem Hinweis Denk an die die das Lesen müssen verbinden.

Kein Richter liest hundert Seiten gequirlte Klugheit geldheischender Scharlatane mit dubiosen Psycho-und anderen Titeln, obwohl er die Sülze in Auftrag gab.

Dem sogenannten Kindeswohl sind diese narrativen Elaborate, die auf Spekulationspsychologie, Ideologie und Einteilung der Eltern in gut und schlecht beruhen, abträglich, weil sie einen Zustand beschreiben wie er war und die Lösung des Familienkonflikts allein aufgrund des Zeitverlustes durch die Papiererstellung des Gutachtens verhindern.

Es wird viel geschrieben im deutschen Familienrecht.

Gewiß ist manch Gutes, Durchdachtes, Fundiertes, Schlaues dabei und es werden viele Buchstaben dauerhaft in Papier "gegossen".

Wer schreibt bleibt?

In familiengerichtliche Verfahren betreffend den Umgang und die gemeinsame elterliche Obsorge vom Gericht bestellte "Sachverständige" als Gutachter erwecken mit dem Beschreiben von Papier den Eindruck eines sinnhaften Tuns.

Für die Lösung des Elternkonflikts ist diese Tätigkeit sinnfrei.

Die Fragen bleiben indes.

Wer liest das Niedergeschriebene und was ändern viele Worte und Worthülsen die mit ihrem Papier vergrauen?

Nun hat der größte deutsche Väterverein, eine Interessengemeinschaft die sich als Aufbruch für Kinder versteht, eine Stellungnahme zum Evalationsbericht der Bundesregierung zum Mediationsgesetz von 2012 veröffentlicht.

Neun Seiten Umfang und als PDF herunterzuladen.

Eine Fleißarbeit, etwas Hirn, viel Altbekanntes und fromme Wünsche sowie für den der sich durch das Schriftstück gequält hat ein Fazit:

" Wir würden eine Ausweitung der Mediation im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen.

...

Wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen und Ideen in den angekündigten Diskussionsprozess mit einzubringen."

Nun kann zunächst dahingestellt bleiben mit wen und mit welcher Regierung, mit dem Justizministerium oder dem Superministerium für alle außer Väter, der Väteraufbruch reden will und was gar das Ziel sein könnte.

Geredet wurde oft, nur nie auf gleicher Augen-, Lobby- oder Ideologieebene, quasi genau so wie im Familiengerichtssaal.

Eine VAFK-Stellungnahme zu einem Gesetz das sich, wie die halbgare Sorgerechtsreform vom Mai 2013 u.a. rabulistische Kuriositäten und politische Kabinettstückchen made in germany, kurz und knapp als weiterer familienpolitischer Flop bezeichnen lässt, ist populistisch und überflüssig.

Kluger Schein vermag auch beim Väteraufbruch das Wesen nicht dauerhaft zu übertünchen, weil Nutzen oder Erfolge familiärer Konfliktlösungen durch Mediation so wissenschaftlich belegt sind wie das neuzeitliche Gender Mainstreaming, so unbestimmt wie der juristische Kunstbegriff vom Kindeswohl.

Im Familienrecht wird durchwegs gegaukelt, doch statt die Interessen von Vätern zu vertreten werden diese von ihrem größten bundesweiten Verein mit Trugbildern von  Engagement hinters Licht geführt, vertröstet auf eine Zeit in der die Kindheit und Jugend ihrer entfremdeten Kinder Vergangenheit ist. 

Ein weiterer Ausbau der parasitären Helferindustrie und ein Anbiedern bei Mutterkultlern ist sicher nicht der Weg um das jahrzehntelange Familienunrecht und die staatlich geförderte Familienzerstörung zu beenden und die Praxis der Sorgerechtapartheid  und die Ungleichbehandlung der Eltern endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen.

"Wir würden eine Ausweitung des Wirkens der Helferindustrie im Bereich des Familienrechts außerordentlich begrüßen?"